Russische Wirtschaft: Moskau will Privatisierungen vorantreiben

Russische Wirtschaft: Moskau will Privatisierungen vorantreiben

, aktualisiert 06. Dezember 2016, 16:09 Uhr
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Auch die russische Zentralbank sieht die heimische Wirtschaft inzwischen auf Erholungskurs.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Privatisierung staatlicher Unternehmen soll in Russland möglichst schnell umgesetzt werden. Die Regierung will dadurch etwa 7,3 Milliarden Euro pro Jahr einnehmen. Hinderlich sind aber die derzeitigen Sanktionen.

LondonRussland will bei der Privatisierung staatlicher Unternehmen aufs Tempo drücken. „Das Finanzministerium möchte Privatisierungen so schnell wie möglich und so viele wie möglich“, sagte Finanzstaatssekretär Alexej Moisejew am Dienstag am Rande einer Konferenz in London.

Die Regierung wolle dabei etwa 500 Milliarden Rubel (etwa 7,3 Milliarden Euro) jährlich in den kommenden zwei bis drei Jahren erlösen. Russland hat bislang beispielsweise Anteile am Diamant-Produzenten Alrosa und am Ölkonzern Bashneft verkauft. Die Einnahmen helfen, die Löcher im Staatshaushalt zu stopfen.

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Beim Anteilsverkauf von Unternehmen wie der Bank VTB werde man aber wohl warten müssen, bis die westlichen Sanktionen gegen sein Land aufgehoben seien, sagte Moisejew: „Um nicht mit großen Abschlägen verkaufen zu müssen, müssen wir abwarten“.

Die russische Zentralbank sieht die Wirtschaft des Landes mittlerweile auf Erholungskurs. „Wir empfangen ermutigende Signale von der Konjunktur“, sagte die stellvertretende Notenbankchefin Xenia Judajewa der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich denke, wir werden ein Wachstum im ersten Quartal (2017) sehen.“

Nach der Annexion der Krim 2014 war die exportabhängige Wirtschaft in die Rezession gerutscht, da westliche Sanktionen und sinkende Ölpreise das Land hart trafen. Zuletzt hatte sich das Schwellenland wieder stabilisiert, wovon auch die deutschen Wirtschaft profitiert. Deren Exporte legten im dritten Quartal um 3,9 Prozent zum Vorjahresmonat zu und damit erstmals seit Beginn der westlichen Sanktionen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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