Russland-Affäre: Anwältin bestätigt Treffen mit Trump Jr.

Russland-Affäre: Anwältin bestätigt Treffen mit Trump Jr.

, aktualisiert 11. Juli 2017, 16:44 Uhr
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Der Sohn des amerikanischen Präsidenten hatte sich im Wahlkampf mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja getroffen.

Quelle:Handelsblatt Online

Neue Informationen bestätigen, dass sich Donald Trump Jr. während des Wahlkampfes mit einer russischen Anwältin getroffen hat. Unklar bleibt jedoch auch weiterhin, wer wem Informationen über Hillary Clinton versprach.

WashingtonDie russische Anwältin Natalia Weselnizkaja hat ein Gespräch mit dem Sohn von US-Präsident Donald Trump bestätigt. Sie habe aber keine Informationen über Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton gehabt und auch nie für die russische Regierung gearbeitet, sagte Weselnizkaja in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview der US-Fernsehsender NBC und MSNBC. „Alles, was ich wusste, war, dass sich Donald Trump Jr. mit mir treffen wollte“, sagte sie. Ihre Antworten wurden von einem Dolmetscher übersetzt.

Weselnizkaja sagte, sie sei während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr von einem ihr unbekannten Mann am Telefon aufgefordert worden, sich mit Donald Trump Jr. zu treffen. An der Zusammenkunft im Trump Tower in New York hätten auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und sein Wahlkampfchef Paul Manafort teilgenommen. Kushner sei nach ein paar Minuten gegangen, Manafort habe sich nicht an dem Gespräch beteiligt, sondern sich meist mit seinem Telefon beschäftigt. Sie sei gefragt worden, ob sie Informationen über Clintons Wahlkampfteam habe. „Es ist gut möglich, dass sie Informationen suchten. Sie wollten sie so dringend“, sagte Weselnizkaja. Wer sie gefragt hat, ging aus dem NBC-Bericht nicht hervor.

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Die „New York Times“ hatte berichtet, der Musikverleger Robert Goldstone habe das Treffen zwischen Trump Jr. und der Anwältin arrangiert und in einer E-Mail an Trump Jr. angedeutet, dass Weselnizkajas für Clinton schädliche Informationen von der russischen Regierung stammten. Die Zeitung zitierte dazu drei Quellen, die von der E-Mail wussten.

Goldstone sagte der Nachrichtenagentur AP, Weselnizkaja habe ihm gesagt, sie verfüge über Informationen über angebliche illegale Wahlkampfbeiträge an die Nationale Organisation von Clintons Demokratischer Partei. Sie denke, dass Trump Jr. das hilfreich finden könne.

Quelle:  Handelsblatt Online
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