Russland-Affäre: Aussagen hinter verschlossenen Türen

Russland-Affäre: Aussagen hinter verschlossenen Türen

, aktualisiert 26. Juli 2017, 09:17 Uhr
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Der Schwiegersohn des US-Präsidenten (M.) hat vor einem Ausschuss ausgesagt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Nachforschungen zu einer möglichen Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl gehen weiter. Kushner und Manafort werden von den Ausschüssen des Parlaments befragt. Allerdings nicht öffentlich.

WashingtonDonald Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner und sein ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort haben am Dienstag vor Geheimdienstausschüssen des US-Parlaments ausgesagt. Bei den Anhörungen hinter verschlossenen Türen ging es um die Rolle Russlands bei der Präsidentschaftswahl.

Kushner verbrachte etwa drei Stunden mit dem Ausschuss des Repräsentantenhauses. „Ich fand ihn geradeaus, mitteilsam, wollte alle Fragen beantworten, die wir hatten“, sagte der republikanische Abgeordnete Mike Conway, der die Untersuchung des Ausschusses zur Rolle Russlands leitet. Der Demokrat Adam Schiff sagte, die Fragen hätten eine Reihe von Themen berührt, über die sich der Ausschuss Sorgen gemacht habe. Am Montag hatte Kushner bereits vor einem Ausschuss des Senats ausgesagt.

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Manafort habe die Fragen des Geheimdienstausschusses des Senats vollständig beantwortet, sagte sein Sprecher Jason Maloni. Sein Gespräch mit den Ausschussmitgliedern sei auf ein Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni 2016 beschränkt gewesen, sagten zwei mit der Befragung vertraute Personen. Er habe auch seine damaligen Notizen über das Treffen überreicht, sagte eine Person.

Auch der Justizausschuss des Senats hatte Manafort vorgeladen, später die Vorladung jedoch zurückgezogen. Manafort sollte ursprünglich am Mittwoch öffentlich aussagen, der Ex-Wahlkampfmanager und der Ausschuss verhandelten nach Angaben von informierten Kreisen noch über die Bedingungen der Kooperation Manaforts.

Der Justizausschuss ist eines von mehreren Kongressgremien, die dem Verdacht nachgehen, Russland habe Einfluss auf die US-Wahlen vom vergangenen Jahr genommen. Manafort hatte unter anderem an einem Gespräch zwischen Präsidentensohn Donald Trump jr. mit der russischen Anwältin teilgenommen, von dem dieser sich belastende Informationen über die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erhoffte. Trump jr. wird ebenfalls im Justizausschuss des Senats aussagen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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