Russland-Affäre: Trump Junior ist zu Aussage bereit

Russland-Affäre: Trump Junior ist zu Aussage bereit

, aktualisiert 22. Juli 2017, 09:40 Uhr
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Er erhoffte sich von einem Treffen mit der russischen Anwältin Natalia Wesselnizkaja schädigende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu erhalten.

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump Junior hat sich bereit erklärt, im Zuge der Russland-Affäre auszusagen – allerdings nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Über eine mögliche Veröffentlichung relevanter Dokumente wird noch verhandelt.

Washington US-Präsidentensohn Donald Trump Junior hat sich bereit erklärt, in der Russland-Affäre eine nichtöffentliche Aussage vor dem Justizausschuss des Senats zu machen. Trump Junior sowie der Ex-Wahlkampfmanager von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, seien derzeit in Vorgesprächen mit dem Gremium, teilte der Ausschussvorsitzende Chuck Grassely am Freitag (Ortszeit) mit. Trump Juniors Anwalt reagierte nicht auf Anfragen. Manaforts Sprecher wollte sich nicht äußern.

Trump Junior und Manafort stehen in der Kritik, weil sie im Sommer 2016 an einem Treffen mit der russischen Anwältin Natalia Wesselnizkaja im New Yorker Trump Tower teilgenommen haben. Trump Junior erhoffte sich davon schädigende Informationen über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. An dem Treffen nahm auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil. Es gilt als bislang deutlichster Hinweis darauf, dass Trumps Wahlkampftruppe bereit war, auf Informationen aus Russland zurückzugreifen.

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Grassely sagte, er wolle Trump Junior nicht zu einer öffentlichen Aussage in der kommenden Woche zwingen. Verhandelt werde derzeit auch über die Herausgabe von möglicherweise relevanten Dokumenten in der Sache. Kushner soll am Montag und Dienstag in den Geheimdienstausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses aussagen.

Anwältin Wesselnizkaja hat versichert, keine Verbindungen zur russischen Regierung zu haben. Laut Gerichtsakten, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen, hat sie aber eine Militäreinheit des russischen Geheimdienstes FSB in Russland vor Gericht vertreten. Sie äußerte sich nicht direkt dazu und erklärte auf Facebook nur, sie habe alle zahlreiche Klienten gehabt. Wesselnizkaja hat sich im Fernsehen bereit erklärt, im Senat auszusagen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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