Russland-Ermittlungen: Trump spricht von „Hexenjagd“

Russland-Ermittlungen: Trump spricht von „Hexenjagd“

, aktualisiert 16. Juni 2017, 19:46 Uhr
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Der US-Präsident sieht sich als Opfer einer politischen Hexenjagd.

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump hat die Ermittlungen gegen sich im Rahmend er Russland-Affäre bestätigt. Der US-Präsident spricht von einer „Hexenjagd“. Der Grund dafür soll die Entlassung des Ex-FBI-Chefs James Comey sein.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat Ermittlungen gegen sich im Rahmen der Russland-Affäre bestätigt. Auf Twitter erklärte er am Freitag, die Untersuchung sei wegen der Entlassung des FBI-Chefs James Comey eingeleitet worden und eine Hexenjagd. Ohne ihn beim Namen zu nennen schien Trump auch Vize-Justizminister Rod Rosenstein anzugreifen, der in der Affäre den Sonderermittler Robert Mueller eingesetzt hatte. US-Medienberichten zufolge hat Rosenstein erklärt, er müsse sich vielleicht aus den Ermittlungen zurückziehen, da er selbst als Zeuge geladen werden könnte. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, Trumps Übergangsteam sei angewiesen worden, alle Unterlagen mit einem Bezug zu Russland oder zur Ukraine aufzubewahren.

„Der Mann, der mich angewiesen hat, den FBI-Direktor zu feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!“, schrieb Trump auf Twitter. „Hexenjagd“, fügte er hinzu. Rosenstein war der Autor eines Schreibens, in dem Comeys Arbeit kritisiert wurde. Trump hatte zunächst erklärt, der Brief sei der Grund für Comeys Entlassung. Später sagte er jedoch, es sei wegen „dieser Russland-Sache“ geschehen. Aus dem Umfeld des Präsident verlautete, dass dieser eine Entlassung Muellers erwogen hat. Rosenstein, der den Schritt umsetzen müsste, sagte allerdings Abgeordneten, dies würde er nur mit einem guten Grund tun.

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Rosenstein ist zuständig, weil Justizminister Jeff Sessions sich bereits wegen umstrittener Russland-Kontakte aus den Ermittlungen zurückgezogen hat. ABC News berichtete am Freitag, Rosenstein habe eingeräumt, dass er seinem Chef vielleicht nachfolgen muss. Er habe bereits die Staatssekretärin im Justizministerium Rachel Brand unterrichtet, dass sie dann die Leitung übernehmen müsse. Das Nationale Komitee der Demokraten forderte Rosenstein später in einer Erklärung auf, sich zurückzuziehen. Mueller soll die volle Kontrolle über die Ermittlungen erhalten.

Die Russland-Ermittlungen haben in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen und setzen Trump zunehmend unter Druck. Zuletzt wurde aus Medienberichten und von Insidern bekannt, dass auch er persönlich wegen möglicher Justizbehinderung im Visier der Ermittlungen ist. Das Justizministerium, mehrere Kongressausschüsse und ein Sonderermittler sollen klären, ob die Präsidentenwahl von Russland beeinflusst wurde und ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Team und Vertretern der Regierung in Moskau gab. Russland hat entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen. Auch Trump hat bestritten, dass es Absprachen gab.

Quelle:  Handelsblatt Online
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