Sanktionen gegen Russland: USA und Großbritannien provozieren Kreml

Sanktionen gegen Russland: USA und Großbritannien provozieren Kreml

, aktualisiert 21. Februar 2015, 11:45 Uhr
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Britisch-amerikanische Freundschaft: Bei einem Treffen von US-Außenminister John Kerry (r.) und dem britischen Außenamtschef Phillip Hammond sollen Sanktionen gegen Russland ein Thema gewesen sein.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Muskelspielchen gehen weiter: Während die Kämpfe in der Ukraine unvermindert weitergehen, sorgen Spekulationen um neuerliche Sanktionen gegen Russland für Unruhe. Großbritannien und die USA üben sich in Drohgebärden.

LondonUS-Außenminister John Kerry und sein britischer Amtskollege Philip Hammond wollen an diesem Samstag über eine mögliche Ausweitung der Sanktionen gegen Russland beraten. Ein US-Regierungsvertreter sagte, bei dem Treffen der beiden in London dürfte der Ukraine-Konflikt im Mittelpunkt stehen. Sollte die Gewalt in der Ostukraine anhalten, könnten weitere Strafen gegen Russland verhängt werden, ergänzte er. Die vereinbarte Waffenruhe sei in vielen Fällen verletzt worden.

Bereits am Freitag hatte US-Vizepräsident Joe Biden in getrennten Telefonaten mit dem ukrainischen Präsidenten Präsident Petro Poroschenko und Regierungschef Arseni Jazenjuk gesprochen. Dabei verurteilte er nach Auskunft des US-Präsidialamts die Offensive der prorussischen Separatisten in der Stadt Debalzewe in scharfer Form.

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Außerdem hätten die Gesprächspartner über eine Überwachung der Waffenruhe und eines Abzugs schwerer Waffen aus der Konfliktregion diskutiert. Biden habe ebenfalls die Auffassung vertreten, dass sich Russland nicht länger hinter der „falschen Behauptung“ verstecken könne, die Separatisten handelten auf eigene Faust.

Trotz des Waffenstillstands hatten sich Regierungstruppen und Separatisten auch am Freitag Kämpfe geliefert. Die ukrainische Regierung warf Russland vor, am Panzer und Truppen in die Ostukraine geschickt zu haben. Die Separatisten hielten ihrerseits der Regierung in Kiew vor, die Waffenruhe zu verletzen.


Quelle:  Handelsblatt Online
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3 Kommentare zu Sanktionen gegen Russland: USA und Großbritannien provozieren Kreml

  • "Britisch - amerikanische Freundschaft"

    Gegen Russland.

    Ausgerechnet gegen ein Volk, dass 1945 das Abschlachten der Amis und UK
    verhindert hat.
    Churchill - Tito - Stalin

  • Man muss - wie einst Bismarck - die Interessen abwägen. Es sind vorwiegend nationalstaatliche Interessen. Deren Durchsetzung können Dritte beflügeln. In dieser Logik hätte Bismarck sicherlich humanistische, aber keine militärstrategischen Bedenken gegen eine militärische Zuspitzung des Ukraine-Konfliktes gehabt, an deren Ende sich Russland, USA und GB gegenseitig ausgelöscht hätten. Zu seiner Zeit hätte man wohl auch den atomaren Ausbau Polens mit der Erwartungen begleitet, dass es dadurch zum Erstschlagziel eines atomaren Konflikt wird. Wegen des uns aufgezwungen gleichartigen Untergangsziels wünsche wir Deutsche den Polen diese Perspektive nicht, obwohl daraus neue nationale Perspektiven entstehen könnten. Deutschlands Städte wurde ohne militärische Notwendigkeit ebenso in Schutt und Asche gelegt, wie Hiroshima und Nagasaki im militärisch längst niedergerungen Japan. Während des kalten Krieges bestand - trotz zwischenzeitlicher Verfeindung - unter den ehemaligen Alliierten schmutziges Einvernehmen, dass deren Rivalitäten zwecks Abwendung eigener Betroffenheit in einem völkermörderischen Kriegs auf dem kernwaffenfreien deutschen Territorium ausgetragen werden sollen. Allein die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland, den richtigen Lehren der unseligen Geschichte beider Länder und der Friedensachse Paris-Bonn bzw. Paris-Berlin verdanken wir die Abwendung des Genozids. Die erfolgreiche Friedenspolitik der 5er-EWG scheint aber an den globalen Interessenkonflikten zu enden. Die Hauptrivalen sind USA und China, wobei China dank seiner Marktgröße und seiner globalen Konsenspolitik klarer Favorit ist. Russland ist mit ca. 190 Mio. Einwohnern ökonomisch bedingt unbedeutend. Längst hätte Russland sich im existenziellen Eigeninteresse zugunsten der wirklich Ambitionierten entscheiden müssen. Eine euro-asiatische Perspektive hätte USA und China zugleich herausgefordert und war deshalb nie aussichtsreich. Die Erzwingung der Polarisierung Russland dagegen schon.

  • Und wo bleiben die Sanktionen gegen Kiew? Schliesslich hat der sog. Rechte Sektor in der Ukraine sich vom ukrainischen Generalstab gelöst und einen eigenen Generalstab gegründet. Nach den vor wenigen Tagen von diesem Rechten Sektor öffentlich gegebenen Aussagen erkennt man das Minsk II - Abkommen nicht an und will weiter gegen die ostukrainischen Separatisten militärisch vorgehen - bis zum selbst erklärten Sieg. Das wurde alles öffentlich in Kiew erklärt. Und was sagt Poroschenko & Co. dazu? Nichts.

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