
Jetzt hat der Mann Angst, er könnte sich die Seuche mit Koffern und Klamotten nach Hause geholt haben und will deshalb alles gründlich säubern lassen. Die Rechnung dafür könnte er ans Hotel schicken.
Profiteure der Bedbug-Krise in New York sind die zahlreichen Kammerjäger, die in einer an Kakerlaken und Ratten ohnehin nicht armen Stadt eigentlich immer gut beschäftigt sind. Derzeit tobt ein Streit über die beste Bedbug-Bekämpfungsmethode: Chemie, Hitze oder Kälte oder Absaugen? Die lokalen Fernsehsender können sich über die Buchung von zahlreichen Werbespots der Bedbug-Jäger freuen. Um Bedbug-Verstecke in Wohnungen aufzuspüren, setzen manche Terminatoren sogar Schnüffelhunde ein.
Viele Geschäftsleute wollen nicht mehr warten, bis ihre Räume möglicherweise befallen sind und erst dann reagieren. Sie haben die Spezialisten mit regelmäßigen Kontrollen beauftragt, um einen Befall frühzeitig zu entdecken. M&M Pest Control, einer der Anbieter von derartigen Dienstleistungen in New York, hat mittlerweile 19 Hotels, 50 Bürogebäude und 25 Einzelhändler auf seiner Liste für regelmäßige Checks.
New Yorker, die den Kampf gegen die Bedbug-Invasion in ihrer Wohnung selbst aufnehmen wollen, finden einen ganzen Katalog mit angeblich wirksamen Hilfsmitteln. Von der Matratzenhülle für 33,29 Dollar, die verhindern soll dass Bedbugs rein – oder raus! – krabbeln können, über den ClimbUp Bed Bug Monitor, einer 21,25 Dollar teuren Plastikschale, die es den Viechern angeblich unmöglich macht, die Bettpfosten hoch zu klettern, bis hin zur Matratzenentsorgungstasche aus Vinyl für 17,99 Dollar – wenn gar nichts anderes mehr hilft.
Doch Vorsicht mit der neuen Matratze! Denn eine der in New York erzählten Theorien für die unglaubliche Verbreitung der Bedbugs hatte mit dem Lieferservice für neue Matratzen zu tun. Alte und möglicherweise verseuchte Matratzen standen in den Lieferwagen nämlich dicht neben den Neuen. Und die Jungs, die das neue Stück lieferten, waren dieselben, die die alte mitnahmen. Über deren Klamotten, so die Theorie, kommen die reiselustigen Insekten dann schnell ins neue Quartier.














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Alle Kommentare lesen31.07.2010, 13:48 UhrAnonymer Benutzer: Peter Perlich
Eine weitere Gefahr ist in Hotels mit Giften in berührung zu kommen, die von unkundigem Personal großzügig gegen die Wanzen eingesetzt wurden. Die Chemie ist schlimmer als ein par bettwanzenbisse.
30.07.2010, 22:04 UhrAnonymer Benutzer: global
mich wunderts, dass noch keiner auf die idee gekommen ist, dass vielleicht muslimische Terroristen diese Wanzen als eine Art kleine, ökologische biowaffen einsetzen...
30.07.2010, 16:02 UhrAnonymer Benutzer: Elisabeth
bettwanzen bekämpfen ist schön und gut, aber was ist mit "Prävention"? Davon wird leider kaum berichtet. in Vorbereitungen auf unsere lang erträumte Amerikareise habe ich mich ganz genau erkundigt, wie man sich schützen kann und sich der Gefahr nicht blind aussetzt, gebissen zu werden. Neben Sprays, mit denen ich gründlich unsere Koffer einsprühen werde, habe ich bereits zwei bettwanzen-Schutzlaken bestellt. im Geschäft habe ich sie nirgends gefunden, dafür aber im internet unter bettwanzen-frei.de.