Schlagabtausch USA-Venezuela: US-Sanktionen empören Caracas

Schlagabtausch USA-Venezuela: US-Sanktionen empören Caracas

Wirtschaftlich sind die USA und das sozialistische Venezuela eng verbunden, politisch wird der Graben aber immer tiefer. Washington legt Staatschef Maduro die Daumenschrauben an. Caracas ist empört.

Die ohnehin stark belasteten Beziehungen zwischen den USA und dem sozialistisch regierten Venezuela steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu. US-Präsident Barack Obama wertete die Lage in dem Land als „außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit der USA. Dies ist eine Voraussetzung für die Verhängung von Sanktionen. Tatsächlich kritisieren die USA das harte Vorgehen der Behörden in Caracas gegen Oppositionelle und Regierungskritiker.

Nicolás Maduro, der Staatschef Landes, das trotz Ölreichtums in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, reagierte am Dienstag heftig. Obama repräsentiere die „imperialistische Elite“ der USA und wolle ihn stürzen, schimpfte Maduro. Obama erinnere ihn an Frankenstein, die Sanktionen seien die „größte Aggression“ der USA gegen sein Land.

Die größten Gläubiger der USA

  • Gesamtschulden der USA

    Die USA sind mit 17,557 Billionen US-Dollar verschuldet. Dies sind die größten Gläubiger aus dem Ausland...

  • Hong Kong

    Auf Platz 10 der größten Gläubiger der USA liegt Hong Kong. Die Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China hat US-Schuldscheine über 155,8 Milliarden US-Dollar im Portfolio.

  • Schweiz

    Rund 174,0 Milliarden US-Dollar schuldet die Supermacht dem Alpenstaat.

  • Taiwan

    Mit 174,4 Milliarden US-Dollar ist Taiwan aktuell in den USA engagiert.

  • Großbritannien

    Mit 179,8 Milliarden US-Dollar stehen die Vereinigten Staaten bei Großbritannien in der Kreide.

  • Brasilien

    Brasilien ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften, derzeit die sechstgrößte der Welt. Die USA schulden dem südamerikanischen Staat 250,1 Milliarden US-Dollar.

  • Die größten Erdöl-Förderer

    Unter die größten Erdöl-Förderer fallen die Länder Ecuador, Venezuela, Indonesien, Bahrain, Iran, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Gabun, Lybien und Nigeria. Ihnen schulden die USA insgesamt 257,9 Milliarden US-Dollar.

  • Karibik-Staaten

    Die Karibik-Staaten liegen mit Forderungen von 310,8 Milliarden US-Dollar auf Rang vier unter den größten Gläubigern der USA.

  • Belgien

    Enorm aufgestockt haben die USA ihre Schulden bei den Belgiern. Die Rückstände liegen derzeit bei 362,4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu: ein Jahr zuvor betrugen sie gerade mal 175,2 Milliarden US-Dollar. Belgien ist somit der größte Gläubiger aus Europa und belegt insgesamt den dritten Platz.

  • Japan

    Japan schulden die Vereinigten Staaten von Amerika 1,2 Billionen US-Dollar. Damit belegt der Inselstaat den zweiten Rang.

  • China

    Der mit Abstand größte ausländische Gläubiger der USA ist nach wie vor China. Aktuell liegen die Schulden der Amerikaner bei 1,3 Billionen US-Dollar. Das Investment der Chinesen ist für beide Länder reizvoll, doch die Chinesen wollen ihre Abhängigkeit von den USA verringern

Zugleich sind die USA aber einer der wichtigsten Abnehmer venezolanischen Öls und damit ein wichtiger Devisenbringer. Der Schlagabtausch zwischen Washington und Caracas könnte auch die Wiederannäherung zwischen den USA und Kuba nach 50 Jahren Eiszeit erschweren. Die US-Sanktionen seien „willkürlich und aggressiv“, schrieb die kubanische Regierung in der kommunistischen Parteizeitung „Granma“. Revolutionsführer Fidel Castro wandte sich persönlich an Maduro. „Ich beglückwünsche Dich zu Deiner brillanten und mutigen Rede gegen die brutalen Pläne der US-Regierung“, schrieb er in einem Brief.

In den USA begrüßte der republikanische Senator Marco Rubio zwar die Sanktionen gegen Venezuela, forderte Obama aber zugleich auf, die seit Jahrzehnten bestehenden Sanktionen gegen Kuba nicht wie angekündigt aufzuheben.

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Die Einstufung als Bedrohung ging am Montag aus einem Erlass der US-Regierung hervor, mit dem zugleich Sanktionen gegen sieben ranghohe Beamte in Venezuela verhängt wurden, unter ihnen der venezolanische Geheimdienstchef Gustavo Enrique González López, der nationale Polizeichef Manuel Eduardo Pérez Urdaneta und Staatsanwältin Katherine Nayarith Haringhton Padron. Ihnen werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Caracas beorderte seinen Geschäftsträger aus der Botschaft in Washington zurück. Beide Länder haben seit 2010 keinen Botschafter mehr in der jeweiligen Vertretung.

In einer Erklärung aus dem Weißen Haus hieß es: „Wir sind tief besorgt über die Bestrebungen der venezolanischen Regierung, die Einschüchterung ihrer politischen Gegner auszuweiten.“ Venezuelas Probleme könnten nicht durch eine „Kriminalisierung“ abweichender Meinungen gelöst werden. Die nun verkündeten Sanktionen waren Anfang Dezember im Kongress beschlossen worden. Obama hatte das Gesetz anschließend unterzeichnet.

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