Bild: REUTERSDer Schuldenberg der USA wächst und wächst. Inzwischen ist die 15-Billionen-Dollar-Marke locker geknackt. Mit rund einem Drittel der Summe steht Washington im Ausland in der Schuld. Staaten und Investoren aus aller Welt halten (Stand Mai 2012) US-Staatsanleihen im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar.
Dem südlichen Nachbar der USA, Mexiko, schuldete die größte Volkswirtschaft der Welt im Mai nach Angaben des US-Finanzministeriums 46,3 Milliarden US-Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten haben die Mexikaner ihren Besitz an US-Schuldscheinen fast verdoppelt: Vor einem Jahr hatte Mexiko noch US-Anleihen im Wert von 27,7 Milliarden US-Dollar im Portfolio.
Bild: dpaDie Bundesrepublik Deutschland ist da skeptischer. Vor einem Jahr war Berlin noch der viertgrößte Gläubiger der USA in Europa. Inzwischen haben Norwegen und Belgien Deutschland überholt. Die größte Volkswirtschaft Europas ist nur der sechsgrößte Gläubiger der USA. Weltweit liegt Deutschland auf Rang 16. Ende Mai 012 hielt der Bund US-Staatsanleihen im Wert von 65,6 Milliarden US-Dollar.
Bild: REUTERSDie Schweiz ist einer der größten Gläubiger der Welt. Mit 150,5 Milliarden US-Dollar ist die Schweiz aktuell in den USA engagiert. Auch in Deutschland ist die Schweiz in hohem Maße involviert. Die Schweizerische Nationalbank hält nach Medienberichten deutsche Staatsanleihen im Wert von rund 65 Milliarden Euro.
Bild: dpaRussland, der ehemalige Erzfeind der USA, hat einen Großteil seines Geldes in die Vereinigten Staaten investiert. Ende Mai 2011 hielt Russland US-Staatsanleihen im Wert von 115,2 Milliarden Dollar. In den vergangenen Monaten stieg die Schuldsumme an, inzwischen besitzt Moskau US-Schuldpapiere im Gegenwert von 154,1 Milliarden US-Dollar.
Bild: dpaDer engste Verbündete der USA in Europa, Großbritannien, hat in den vergangenen Monaten seinen Bestand an US-Staatsanleihen massiv abgebaut. Noch im Juni 2011 hatte London US-Papiere im Wert von 347 Milliarden US-Dollar in Besitz. Ende Mai 2012 schuldeten die USA dem Königreich nur noch 161,1 Milliarden US-Dollar. Dennoch ist Großbritannien der größte Gläubiger der USA in Europa.
Bild: dapdDie Bahamas, die Bermudas und Panama halten US-Staatsanleihen – ebenso die Cayman Islands. Zusammen haben die Anteile der Karibik-Staaten einen Wert von 229,8 Milliarden US-Dollar. Der Wert stieg innerhalb eines Jahres um gut 70 Milliarden US-Dollar.
George Town, die Hauptstadt der Cayman Islands, ist einer der größten Finanzplätze der Welt. Viele der international tätigen Banken haben dort ihre Filialen, auch die großen deutschen Häuser. Zudem sind – dank günstiger Rahmenbedingungen – knapp 40 Prozent aller Hedgefonds auf der Insel im Karibischen Meer angesiedelt.
Bild: dapdBrasilien entwickelt sich immer mehr zu einer Wirtschaftsmacht. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2010 um 5,5 Prozent. Die heimische Währung hingegen macht Probleme: Der Real verteuerte sich zunehmend gegenüber dem US-Dollar. Zwischen Ende 2008 und Oktober 2010 wurde der Real um 38 Prozent aufgewertet. Die Zentralbank erhöhte daraufhin ihre Dollarbestände um ein Viertel auf über 270 Milliarden Dollar.
Das Land besitzt derzeit US-Staatsanleihen im Wert von 243,4 Milliarden US-Dollar, der Wert steigt konstant. Brasilien liegt damit auf Rang 4.
Bild: REUTERSSaudi-Arabien, Katar und Kuwait, aber auch der Iran, der Irak und Venezuela: Die größten Erdöl-Förderer der Welt besitzen US-Staatsanleihen im Wert von 260,9 Milliarden US-Dollar. Eine detaillierte Auflistung der einzelnen Staaten stellt das Finanzministerium nicht bereit. Gut möglich, dass man den US-kritischen Präsidenten Venezuelas Hugo Chavez nicht aufwerten will.
Bild: REUTERSJapan schiebt wie die USA einen gewaltigen Schuldenberg vor sich her. Der Pazifikstaat ist mit über 220 Prozent des BIP verschuldet, es ist bei Weitem die höchste Schuldenquote aller Industrieländer. Japans Wirtschaft stagniert seit Jahren, durch das Atom-Unglück von Fukushima hat sich die Lage weiter verschärft. Japan ist der zweitgrößte Gläubiger der USA. Das Land hält Staatsanleihen mit einem Wert von über eine Billion US-Dollar. Ende Mai 2012 besaß das Land US-Staatsanleihen im Wert von 1105 Milliarden US-Dollar.
Bild: dapdDer mit Abstand größte ausländische Gläubiger der USA ist China. Aktuell hält das Riesenreich US-Staatsanleihen im Wert von 1,16 Billionen US-Dollar. Das Investment der Chinesen ist für beide Länder reizvoll: Amerika braucht das Geld aus Fernost, um geschäftsfähig zu bleiben. China hingegen muss Dollar-Papiere in großem Volumen kaufen, um den Wechselkurs seines Yuan niedrig zu halten.
Der Schuldenberg der USA wächst und wächst. Inzwischen ist die 15-Billionen-Dollar-Marke locker geknackt. Mit rund einem Drittel der Summe steht Washington im Ausland in der Schuld. Staaten und Investoren aus aller Welt halten (Stand Mai 2012) US-Staatsanleihen im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar.
Dem südlichen Nachbar der USA, Mexiko, schuldete die größte Volkswirtschaft der Welt im Mai nach Angaben des US-Finanzministeriums 46,3 Milliarden US-Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten haben die Mexikaner ihren Besitz an US-Schuldscheinen fast verdoppelt: Vor einem Jahr hatte Mexiko noch US-Anleihen im Wert von 27,7 Milliarden US-Dollar im Portfolio.
Pensionszusagen werden zum Problem
Ob er damit bei der Abstimmung im November durchkommt, ist fraglich. Zudem würden auch diese Steuererhöhungen die Lage der kalifornischen Kommunen nur geringfügig verbessern. Diese leiden unter den großzügigen Pensionszusagen und teuren Krankenversicherungen für städtische Angestellte wie Polizisten und Feuerwehrleuten. Das Institut für Wirtschaftsforschung der Stanford-Universität beziffert die ungedeckten Verpflichtungen allein für die zehn größten kalifornischen Pensionskassen auf bis zu 500 Milliarden Dollar.
Stockton, eine 130 Kilometer östlich vor San Francisco gelegene Pendlerstadt, hat ihren Angestellten jahrelang gratis Krankenversicherung auf Lebenszeit versprochen, für die Kosten allerdings nie vorgesorgt. Nun werden sie auf mindestens 400 Millionen Dollar in den nächsten 30 Jahre geschätzt. „Um überhaupt Polizisten und Feuerwehrleute zu bekommen, mussten wir diese Anreize bieten“, verteidigt sich der ehemalige City-Manager Dwayne Milnes. Nun plant die mit rund 650 Millionen Dollar verschuldete Stadt, Bankrott anzumelden, um sich zumindest von den Zuschüssen zur Krankenversicherung zu befreien, die im Gegensatz zu den Pensionen freiwillige Leistungen sind. Mit 292 000 Einwohner wäre es derzeit die größte Stadt der USA, die Bankrott erklären muss. Die Pensionen würden gekürzt, teils müsste die US-Bundesregierung einspringen.
In der Silicon-Valley-Metropole San José nutzt Bürgermeister Chuck Reed derweil das Schreckgespenst von Stockton, um die Pensionsausgaben für seine Bediensteten zu reduzieren. Sie sollen künftig mehr einzahlen oder weniger Rente akzeptieren. „Anders kriegen wir diese finanzielle Zeitbombe nicht entschärft“, warnt Reed.
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Alle Kommentare lesen19.03.2012, 21:32 UhrAnonymer Benutzer:NANU-NANA
Geht in den USA ein Bundesstaat in die Insolvenz, so geschieht dies nach CH8. Unter CH8 muß dann dieser Aktiva, also Vermögenspositionen (Assets) an die Gläubiger abtreten. Werden die Schulden aber von einem Treuhändler verwaltet, so hat dieser mit seinem Stimmrecht die Möglichkeit die Zinskosten der Schuldscheine so weit zu senken, dass diese wieder bezahlbar sind. Das US-System ist dem europäischen durch die Assetübertragung - direkte Haftung mit Vermögen - dem europäischen Überlegen. In Europa übertragen sie nicht mal ein Schwein, der Gläubiger geht leer aus bei europäischen Insolvenzen, daher eine arme Sau.