Schuldenkrise: FDP-Minister Zeil erwartet "geordnete Insolvenz Griechenlands"

Schuldenkrise: FDP-Minister Zeil erwartet "geordnete Insolvenz Griechenlands"

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Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) (Foto: Daniel Karmann dpa/lby)

von Christian Ramthun

Nach der Aufstockung des Euro-Rettungsschirms EFSF rückt eine Umschuldung Griechenlands offenbar näher. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) befürchtet dies - aus gutem Grund.

Zeil erklärte vor der Abstimmung im Bundesrat gegenüber der WirtschaftsWoche: "Der erweiterte Rettungsschirm ist der erste Schritt für eine geordnete Insolvenz Griechenlands." Allerdings müsse man noch den Troika-Bericht von EU-Kommission, EZB und IWF zur Schuldentragfähigkeit des Landes abgewartet werden. Angesichts der hohen Schuldenlast bei gleichzeitig schrumpfender Wirtschaftsleistung dürfte Griechenland ohne Schuldenerlass kaum wieder auf die Beine kommen.

FDP-Minister Zeil warnt dagegen vor einer weiteren Aufstockung des Euro-Rettungsschirms. "Wenn es einen EFSF-Hebel gibt", so Zeil zur WirtschaftsWoche, "dann knallt es." Das mache die FDP in der schwarz-gelben Koalition nicht mit, sagte der Liberale. Zuvor wollte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Abstimmung im Bundestag einen solchen Hebel nicht ausdrücklich ausschließen.

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