Schuldenkrise: Griechen brauchen weitere 60 Milliarden Euro

KommentarSchuldenkrise: Griechen brauchen weitere 60 Milliarden Euro

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Eine EU-Fahne weht über der Akropolis in Athen

von Christian Ramthun

Die griechische Schuldentragödie nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Die bisherigen Hilfen von 110 Milliarden Euro reichen nicht aus. Die Rettung wird zum Desaster für die deutschen Steuerzahler.

Griechenland werde zum deutschen Versailles, ohne dass zuvor Blut fließe. Dieses höhnische Wort eines EU-Bürgers scheint sich immer mehr zu bewahrheiten. Bei Versailles, man erinnert sich, musste Deutschland vor rund 90 Jahren ungeheure Reparationszahlungen für den verlorenen 1. Weltkrieg leisten. Nun, so die Analogie, muss Deutschland für die Rettung schwächelnder Euro-Länder bluten.

Tatsächlich entpuppt sich das hoffnungslos überschuldete Griechenland mehr und mehr als Milliardengrab für die Hilfen, für die am Ende vor allem die deutschen Steuerzahler geradestehen müssen.

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Bald 170 Milliarden Euro gepumpt?

110 Milliarden Euro sollten es sein und damit gut, sagten und versprachen die Euro-Chefs vor einem Jahr. Nun aber kursieren Gerüchte, es könnten weitere 60 Milliarden Euro dazukommen. Dann wären wir aber schon bei 170 Milliarden Euro an öffentlichen Hilfskrediten und Bürgschaften allein für das kleine Griechenland mit seinen elf Millionen Einwohnern.

Dabei sagen Wirtschaftsexperten nicht erst seit heute, dass die Griechen ihre Schulden gar nicht mehr zurückzahlen können. Bei einer Staatsverschuldung von 150 Prozent der gesamten volkswirtschaftlichen Leistung eines Jahres, einer schrumpfenden Wirtschaft und hohen Steuerausfällen kann das Land nicht mehr. Es ist faktisch pleite. Doch die Regierungschefs und Finanzminister ignorieren dies.

Fahrlässiger Geldverleih

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble wollen offenbar dem maroden Griechenland weiter Geld leihen. Das ist nicht nur fahrlässig – weil deutsche Steuergelder gefährdet werden -, sondern fast schon kriminell. Denn die Griechen werden damit noch weiter in ihre Verschuldung getrieben. Nötig wäre vielmehr, den Griechen beim Abbau ihrer Schulden zu helfen.

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