Schuldenkrise: Griechenland-Rettung ein Schrecken ohne Ende

KommentarSchuldenkrise: Griechenland-Rettung ein Schrecken ohne Ende

Bild vergrößern

Anne Kunz

Die Abstimmung zum Sparpaket im griechischen Parlament war erfolgreich. Die unmittelbare Pleite wurde abgewendet. Doch eine Kehrtwende ist nicht in Sicht. Die Zukunft Griechenlands sieht düster aus.

Aufatmen in Athen? Vonwegen. Zwar hat das Parlament den Sparplänen zugestimmt, doch das heißt nicht viel. Es ist kein Bekenntnis zum Euro oder gar zu den dringend nötigen Reformen. Im Gegenteil. Die Griechen hatten keine andere Wahl, sie brauchten das Geld. Das Reformpaket  ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Kreditrate aus dem Hilfsprogramm von EU und Internationalen Währungsfonds. Sie mussten guten Willen signalisieren, damit das Geld weiter fließt.

Doch dieses Geld  reicht nicht. Griechenland braucht ein neues, zweites Hilfspaket. Die Ansteckungsgefahr sollte durch einen Ausweitung des EFSF von 250 auf 444 Milliarden Dollar eingedämmt und ein permanenter Rettungsmechanismus müsste Mitte 2013 aufgespannt werden.

Anzeige

Spendierwille der Geberländer ist gering

Am Sonntag treffen sich die Finanzminister der Eurozone und entscheiden darüber. Eins ist klar: Der Spendierwillen der Geberländer ist gering. Deutschland etwa pocht auf eine substanzielle Beteiligung der privaten Gläubiger. Auch hat es für viele den Anschein, als hätten die Griechen viele goldene Kühe noch nicht angerührt. Man zweifelt allgemein an dem Reformrwillen der Griechen. Wenn in einem 300-köpfigen Parlament nur 155 für das Sparprogramm stimmen, wie es heute geschehen ist, dürfte das kaum den hellenischen Willen für Kürzungen unterstreichen. Insofern hat sich durch die Abstimmung die Situation in Athen keineswegs entspannt.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%