Schuldenkrise: Nobelpreisträger Stiglitz warnt vor Niedergang der USA

Schuldenkrise: Nobelpreisträger Stiglitz warnt vor Niedergang der USA

von Angela Hennersdorf und Malte Fischer

Im Streit um die ausufernden Staatsschulden hat US-Starökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz sein eigenes Land scharf kritisiert. Laut Umfrage bleiben deutsche Unternehmen in den USA jedoch optimistisch.

„Das einzige, was wir geschafft haben, ist, Banken zu retten. Da haben wir die Verluste sozialisiert und die Profite privatisiert“, sagte der Nobelpreisträger von der Columbia Universität in New York gegenüber der WirtschaftsWoche.

Mit Blick auf die Diskussion um die Kürzung der Staatsausgaben monierte Stiglitz, die USA gäben Milliarden Dollar pro Woche in Afghanistan aus, kürzten aber an ihren Schulen die Lehrerstellen. „Das ist der perverse Niedergang einer Großmacht“, so Stiglitz.

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Deutsche Unternehmen wollen mehr in den USA investieren

Deutsche Unternehmen mit Geschäften in den USA sind trotz der schwelenden Schuldenkrise optimistisch für ihre Geschäfte jenseits des Atlantiks. In einer Umfrage der Unternehmensberatung Droege für die WirtschaftsWoche gaben mehr als ein Viertel der Befragten an, sie erwarteten für die Jahre 2011, 2012 und 2013 Umsatzzuwächse in den USA von jeweils mehr als zehn Prozent. Fast 80 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren daher mehr in ihr Amerika-Geschäft investieren. Allerdings haben  44 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Arbeitskräfte mit der passenden Qualifikation zu finden. Für die amerikanische Wirtschaft insgesamt zeigten sich die Unternehmen weniger zuversichtlich. Knapp 57 Prozent der Befragten erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA in diesem Jahr nur um ein bis zwei Prozent wächst. Langfristig gefährde die hohe Staatsschuld die Wettbewerbsfähigkeit der USA.

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