Seltene Einladung: Obama besucht Indien

Seltene Einladung: Obama besucht Indien

Als erster US-Präsident hat Barack Obama in Indien den Feierlichkeiten zum Tag der Republik beigewohnt. Der Nationalfeiertag wird mit einem langen Zug gefeiert - einem Mix aus militärischer Macht und kultureller Vielfalt.

Als erster US-Präsident hat Barack Obama in Indien den Feierlichkeiten zum Tag der Republik beigewohnt. Er nahm am Montagmorgen gemeinsam mit der First Lady Michelle Obama auf der Tribüne an der „Straße der Herrscher“ in Neu Delhi Platz. Zusammen verfolgten sie - bei Nebel, Kälte und Regen - die mehrstündige Parade. Die Menge jubelte, als die beiden aus der Limousine stiegen. Am 26. Januar 1950 war die Verfassung Indiens in Kraft getreten. Der Nationalfeiertag wird jedes Jahr mit einem mehr als fünf Kilometer langen Zug begangen - einer Mischung aus der Zurschaustellung militärischer Macht und kultureller Vielfalt. Die Einladung an Staatschefs gehört zu den höchsten Auszeichnungen, die Indien vergibt. Er fühle sich „tief geehrt“, sagte Obama am Vorabend.

Obamas Indienreise Warum Indien für die USA so wertvoll ist

Zum zweiten Mal in nur drei Monaten trifft sich der amerikanische Präsident Barack Obama in diesem Monat mit dem indischen Regierungschef Narendra Modi. Er scheint verstanden zu haben, wie wichtig Indien geworden ist.

Barack Obama und Narendra Modi Quelle: dpa Picture-Alliance

Premierminister Narendra Modi saß neben Obama. Die beiden sehen sich während des rund 48 Stunden langen Besuches des US-Präsidenten in Indien acht Mal - und demonstrierten bei ihren ersten Auftritten, welche enge Verbindung sie aufgebaut haben. Modi sei sein „Partner und Freund“, sagte Obama. Modi nannte Obama beim Vornamen. Modi war erst im vergangenen Mai gewählt worden. Zuvor hatten die USA ihm jahrelang die Einreise verweigert, weil er als Regionalpolitiker für Ausschreitungen mit Hunderten Toten mitverantwortlich gewesen sein soll. Modi sagte, die Beziehung der beiden Länder seien von „neuem Vertrauen“ geprägt.

Zur Parade kamen rund 100 000 Menschen, die mehrere Sicherheitsringe passieren mussten. Tausende Soldaten marschierten die Prachtstraße entlang, viele ritten auf Pferden oder Kamelen. Indien feierte auch sein breites Waffenarsenal - diesmal wurden wegen Obamas Besuch vor allem im Land entwickelte Raketen sowie Rüstungsimporte aus den USA gezeigt.

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Über den Köpfen der Zuschauer knatterten aber russische Helikopter - eine Erinnerung daran, dass Russland über Jahrzehnte der Hauptwaffenlieferant Indiens war. In den vergangenen Jahren wandte sich Neu Delhi bei Rüstungsimporten zunehmend den USA zu. Barack und Michelle Obama waren wegen der Kälte und des Regens dick eingepackt. Modi und Indiens Präsident Pranab Mukherjee trugen auslandenden, traditionellen Kopfschmuck, der auch vor den Tropfen schützte. Der US-Präsident schien sich warmzuhalten, indem er zu den Trommeln wippte. Manche Ehrengäste schlüpften unter Regenschirme, doch den normalen Besuchern war es aus Sicherheitsgründen verboten, diese mitzubringen.

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