Serie Liberalismus: USA: Liberaler Mob

Serie Liberalismus: USA: Liberaler Mob

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Dollarnoten in Büchern

von Angela Hennersdorf

In den USA gibt es nur noch wenige Branchen, die nicht vom Staat reguliert werden. Bald wird auch der amerikanische Buchmarkt einer einheitlichen Preispolitik unterliegen. Wer davon profitiert und wer verliert.

So schön kann Wettbewerb sein: ein Buch, vier verschiedene Preise. Das neue gebundene Pamphlet der Bestseller-Autorin Anne Coulter mit dem Titel „Demonic: How the liberal mob is endangering America“ kostet zwischen 12,99 und 28,99 Dollar. Auf dem Buchmarkt herrscht das freie Spiel der Kräfte, Großabnehmer wie Barnes & Noble oder Amazon handeln mit den Verlagen Rabatte aus. Ein Dorado der freien Märkte sind die USA dennoch nicht. „Von individueller Freiheit in der Wirtschaft kann kaum noch die Rede sein“, sagt Dan Mitchell vom Thinktank Cato Institute in Washington. Es gibt nur wenige Branchen wie etwa die Informationstechnologie, Chemie oder Logistik, die vom Staat nicht reguliert oder subventioniert werden.

Keine Schnäppchen mehr

Und ausgerechnet im Buchmarkt soll jetzt eine einheitliche Preispolitik für mehr Wettbewerb sorgen. Die größten US-Verlage Random House, Macmillan, Simon & Schusters, Penguin und Harper haben sich geeinigt, ihre elektronischen Bücher zu einem einheitlichen Preis an alle zu verkaufen, damit der Preiskampf nicht ruinös wird. Die neue Einigung kommt bei Händlern gut an. „Wir können jetzt mit den Ketten im E-Book-Markt konkurrieren, weil nicht mehr nur der Preis entscheidet“, sagt Oren Teicher, Chef der American Bookseller Association, dessen Verband 1500 Buchhändler im Lande vertritt. Das Nachsehen hat der Konsument: Coulters Titel kostet als E-Book überall das Gleiche. Die Schnäppchenzeit ist vorbei.

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