Shanghai: Chaos bei den Proben zur Expo

Shanghai: Chaos bei den Proben zur Expo

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Besucher drängen sich auf der Expo in Shanghai

Handgemenge, zerbrochene Scheiben, leere Essensausgaben: Bei den Tests für die Weltausstellung in Shanghai ist vieles schief gelaufen. Fieberhaft versuchen die Veranstalter nun, die Mängel zu beheben.

Noch gut eine Woche, dann beginnt in Shanghai die Expo 2010. Die größte Weltausstellung aller Zeiten soll es werden. Bis zu 80 Millionen Besucher erwarten die Veranstalter. Doch um die zu bewältigen, werden sich die Expo-Verantwortlichen in den verbleibenden Tagen bis zur Eröffnung noch einiges einfallen lassen müssen. Die ersten beiden Probetage brachten vor allem eine Erkenntnis: Vieles läuft noch nicht rund bei der Expo.

Jeweils rund 200 000 Besucher haben die Veranstalter an den ersten Probetagen aufs Expo-Gelände gelassen – offenbar zu viel für Sicherheitspersonal, den öffentlichen Nahverkehr und die Restaurants. So war die Metro-Linie zwischen dem Expo-Gelände und der Innenstadt so überfüllt, dass oft die Türen nicht schlossen. Vor den Pavillons bildeten sich lange Schlangen. Die Besucher mussten ein bis zwei Stunden warten, um eingelassen zu werden.

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Zwischen Sicherheitspersonal und Besuchern kam es den ganzen Tag über zu hitzigen Diskussionen, zeitweise zu Handgemengen. Am italienischen Pavillon ging eine Scheibe zu Bruch. Inmitten des Chaos liefen die hilflos wirkenden freiwilligen Helfer in ihren grünen Uniformen umher, während die staatlichen Medien den ganzen Tag über Bilder mit fröhlichen Besuchern, die entspannt über das Gelände bummeln, zeigten.

Ärger am deutschen Expo-Pavillon

Zur Besserung der Stimmung trug nicht bei, dass manche Restaurants auf dem Gelände schon nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Auch das Sicherheitspersonal an den Eingängen war mit dem Ansturm hoffnungslos überfordert. An einem Eingang gaben die Wachmänner schon nach einer Stunde entnervt auf und ließen die Besucher unkontrolliert passieren. Viele Pavillons schlossen wegen des großen Andrangs schließlich am frühen Nachmittag. Vor den Probeläufen hatten die Organisatoren wiederholt versichert, sie seien bestens vorbereitet.

Auch am deutschen Pavillon ging es bei den Proben turbulent zu. Wegen des großen Andrangs zogen die Deutschen einen Wachmann vom Personaleingang zum Haupteingang ab. Die Folge: Viele Besucher stürmten durch den Personaleingang in den Pavillon. Schließlich schlossen die Deutschen den Stand am Nachmittag. Viele Mitarbeiter des deutschen Pavillons kam wegen der langen Schlangen erst mit großer Verspätung aufs Expo-Gelände.

Expo-Song geklaut?

Unterdessen diskutieren junge Chinesen in Internetforen über den offiziellen Expo-Song. Das Lied, unter anderem von dem Hongkonger Schauspieler Jackie Chan vorgetragen, sei eine Kopie eines japanischen Popsongs von 1997. Tatsächlich klingen beide Stücke zum Verwechseln ähnlich. Das sehen offenbar auch die chinesischen Behörden so. Inzwischen wird der Song nicht mehr gespielt. Die Proben gehen noch bis zum 26. April. Am 1. Mai öffnet die Expo ihre Tore.

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