Sicherheitsberater McMaster: Ein General, der keine Kritik scheut

Sicherheitsberater McMaster: Ein General, der keine Kritik scheut

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General Herbert Raymond McMaster, der neue Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump.

Donald Trumps neuer Sicherheitsberater gilt eher als Mann der leisen Töne. Trotzdem schreckt er nicht vor Kritik an Autoritäten zurück.

Donald Trump umgibt sich gerne mit Generälen. Sein neuer Nationaler Sicherheitsberater, Herbert Raymond „H.R.“ McMaster, ist keine Ausnahme. Drei Sterne zieren seine Uniform. Der 54-Jährige wird in seiner neuen Rolle aktives Mitglied der US-Armee bleiben.

McMaster hatte zuvor keinerlei Verbindungen zu Trump. Im Gegensatz zu seinem geschassten Vorgänger Michael Flynn fiel er nicht mit ideologischen Standpunkten auf.

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Er verfügt über intensive Kriegserfahrung, kämpfte zwei Mal im Irak. Im zweiten Golfkrieg nahm er 1991 an einer Panzerschlacht teil, die als „Battle of 73 Easting“ bekannt wurde. Von 2004 bis 2006 kommandierte er das 3rd Armored Cavalry Regiment, eine mit Schützenpanzern und Befehlsfahrzeugen ausgerüstete Heereseinheit. Zu seinen Soldaten soll er damals gesagt haben: „Jedes Mal, wenn Ihr einen Iraker respektlos behandelt, arbeitet Ihr für den Feind.“

McMaster promovierte an der Universität von North Carolina in Geschichte. Zuletzt war er Leiter einer Art Denkfabrik in der Armee sowie stellvertretender kommandierender General des United States Army Training and Doctrine Command, des Heereskommandos für Ausbildung. Der 54-Jährige gilt als intelligent und Mann der leisen Töne.

Donald Trump Herbert Raymond McMaster wird neuer Nationaler Sicherheitsberater

US-Präsident Trump hat den Generalleutnant Herbert Raymond McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. McMaster ist ein hoch angesehener Veteran und Historiker. Trump musste den Posten neu besetzen.

Der vom US-Präsidenten Donald Trump (li.) zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannte Generalleutnant Herbert Raymond  McMaster ist bekannt dafür, Autorität in Frage zu stellen. Quelle: REUTERS

Aber er ist auch keiner, der vor Kritik oder Autoritäten zurückscheut. In seinem 1997 erschienenen Buch „Dereliction of Duty“ („Pflichtverletzung“) fällte er ein vernichtendes Urteil über die Strategie der USA im Vietnamkrieg.

Über den von George W. Buch begonnenen Krieg im Irak sagte er, der Einsatz sei unzureichend geplant worden. Schuld sei ein „intellektuelles Versagen“.

Die Strategie von Präsident Barack Obama, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) keine US-Bodentruppen zu entsenden, bemängelte er indirekt als unzureichend. Es sei wichtig, ein zurückerobertes Gebiet auch halten zu können. Dafür müsse es Kräfte am Boden geben, sagte er bei einer Konferenz 2015.

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