Bild: dpaPlatz 17: Berlin
Das Projekt Startup Genome hat ermittelt, was die besten Standorte für Gründer sind. Immerhin auf dem 17. Platz landet eine deutsche Stadt. Die Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt für Start-Up-Gründer entwickelt. Besonders die Gegend um den Rosenthaler Platz hat es vielen angetan, die mittlerweile schon Silicon Allee genannt wird.
Erfolgreiche Berliner Start-Ups der vergangenen Jahre waren unter anderem kaufda, die Werbeprospekte ins Internet stellen, der Gutscheinhändler Groupon, Zalando oder eDarling. Auch das von US-Schauspieler Ashton Kutcher unterstützte Start-Up Amen hat seinen Sitz in Berlin.
Bild: dpaPlatz 10: Moskau
Zwanzig Kilometer außerhalb von Moskau entsteht in Skolkowo ein neues „russisches Silicon Valley“. Das Innovationszentrum soll im gleichen Stil wie das Original neue Hochtechnologien hervorbringen. Dazu sollen dort in Zukunft über 30 000 Wissenschaftler an neuen Ideen tüfteln. Eröffnet wird „Innograd“ wahrscheinlich frühestens 2016.
Bild: ReutersPlatz 9: Bangalore
Immer erinnernd an das amerikanische Vorbild, hat Bangalore den Beinamen „indisches Silicon Valley“ bekommen. Nicht zu Unrecht: In der Stadt haben sich viele IT-Firmen wie SAP, Oracle und IBM niedergelassen. Deswegen ist auch die Zahl der Informatiker in der Stadt hoch.
Bild: ReutersPlatz 8: Sao Paulo
Brasilien, und allen voran Sao Paulo, ist im Beliebtheitsranking von Start-Up-Gründern schnell nach oben geklettert. Im Gegensatz zu anderen Metropolregionen haben die Gründer hier viel Platz um sich auszuleben. Investoren schätzen das große Potential in Südamerika und stellen bereitwillig Gelder bereit.
Auch die deutschen Samwer-Brüder, die unter anderem auch in Zalando, Jamba oder Groupon investiert haben, sind in Sao Paulo aktiv. Der Skype-Gründer Niklas Zennström hat in einen Online-Shop für Babyartikel investiert.

Platz 7: Singapur
Der Tigerstaat hat sich eine kleine Stadt im Inneren geleistet: Die Biopolis. Über 220 000 Quadratmeter groß, arbeiten hier Wissenschaftler aus der ganzen Welt an neuen Entwicklungen für die Medizin und Biotechnologie.
Diese Bereiche sind bei Risikokapitalgebern sehr beliebt, da sie gute und vergleichsweise sichere Renditen versprechen. Start-Ups in diesen Bereichen kommen hier schnell an einen Investor.
Bild: APPlatz 6: Los Angeles
Start-Ups fühlen sich wohl in der Nähe von Unterhaltungsindustrie, die ständig auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten oder Ideen sind – und welcher Ort könnte dafür besser sein, als Los Angeles. Auch die Nähe zu vermögenden Bewohner der Stadt, wie zum Beispiel zum bekannten Schauspieler und Risikokapitalgeber Ashton Kutcher, zieht junge Unternehmensgründer an.
Bild: ReutersPlatz 5: Tel Aviv
Auch in Israel gibt es eine Niederlassung des Silicon Valley: Das Silicon Wadi. Laut „The Globe and Mail“ sollen 422 Start-Ups – alleine in den ersten drei Quartalen vergangenen Jahres - fast 1,9 Milliarden Euro Risikokapital eingesammelt haben.
Auch die großen US-Konzerne bedienen sich gerne an den kreativen Start-Ups im Silicon Wadi. So hat Ebay im September sein Portfolio für 20 Millionen Dollar um „The Gifts Projekt“ erweitert, eine Plattform, auf der Freunde gemeinsam Geschenke für eine andere Person kaufen können.

Platz 4: Toronto
Die kanadische Metropole ist der wichtigste Finanzplatz des Landes. Hier sind auch viele Investmentfirmen angesiedelt – was die Stadt für Startup-Gründer besonders attraktiv macht. Aus Kanada kommt unter anderem die Idee des „1-Dollar-Business“, die unter anderem von der Freien Universität Berlin aufgegriffen wurde: Die Studenten erstellen einen Business-Plan der von einer Jury aus Wirtschaftsvertretern bewertet wird. Der beste Plan gewinnt.
Bild: ReutersPlatz 3: London
Die Strahlkraft des Silicon Valley ist so groß, dass Ortsteile in denen sich viele junge Unternehmensgründer ansiedeln, schnell einen Namen tragen, der an das amerikanische Vorbild erinnert. In London ist es das „Silicon Roundabout“ rund um die U-Bahn Haltestelle „Old Street“.
Hier sitzt zum Beispiel auch die 2008 gegründete Internetfirma „Mixcloud“. Dort können sich die Nutzer ihr eigenes Radioprogramm zusammenstellen und mit Freunden teilen.
Bild: ReutersPlatz 2: New York City
Die Stadt gilt gemeinhin als Schmelztiegel der Kulturen, indem neue Ideen viel Raum finden. Und weil man sich in der Millionenmetropole nicht so leicht durch Zufall über den Weg läuft, haben Dennis Crowley und Naveen Selvadurai 2009 das Start-Up Foursquare gegründet. Über das Internet oder eine App können sich Nutzer an einem Ort „einchecken“ und sehen, wo sich ihre Freunde gerade befinden.
Platz 17: Berlin
Das Projekt Startup Genome hat ermittelt, was die besten Standorte für Gründer sind. Immerhin auf dem 17. Platz landet eine deutsche Stadt. Die Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt für Start-Up-Gründer entwickelt. Besonders die Gegend um den Rosenthaler Platz hat es vielen angetan, die mittlerweile schon Silicon Allee genannt wird.
Erfolgreiche Berliner Start-Ups der vergangenen Jahre waren unter anderem kaufda, die Werbeprospekte ins Internet stellen, der Gutscheinhändler Groupon, Zalando oder eDarling. Auch das von US-Schauspieler Ashton Kutcher unterstützte Start-Up Amen hat seinen Sitz in Berlin.
Als Wirtschaftsminister hat Philipp Rösler schon etliche Dienstreisen mit Wirtschaftsdelegationen unternommen, und doch ist diesmal etwas anders. Denn normalerweise treten die deutschen Unternehmen im Schlepptau der Regierung als Technologieführer auf, um neue Märkte zu erobern oder bewährte Technik made in Germany in Ländern mit starker öffentlicher Hand an den Staatsmann zu bringen. Beim Trip nach San Francisco ist das anders: Die Deutschen kommen hier als zwar selbstbewusste, aber wiss- und lernbegierige Gäste vorbei. Entwicklungshilfe einmal anders.
Im Silicon Valley, der Hochburg der IT- und Computertechnik, wollen die Deutschen vor allem Eindruck schinden. „Ich will in den USA klarmachen: Wir haben in Deutschland eine starke Gründerszene. Die trägt wesentlich dazu bei, dass Deutschland bei der Informations- und Kommunikationstechnologie weltweit bereits auf Platz sechs steht.“ Und dabei soll es nicht bleiben: „Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahrzehnts auf dem Treppchen zu stehen, also unter den ersten Drei zu sein.“
Zwei Ziele verfolgt Rösler mit seiner Reise: Zum einen will er für die junge digitale Wirtschaft in Deutschland werben, die sich vor allem in Berlin konzentriert. Und er will die Amerikaner für eine engere Zusammenarbeit gewinnen. Denn noch sind die Forscher und Unternehmen im Silicon Valley meilenweit voraus – bei der Technik genauso wie bei der Umsetzung in Produkte und der Mobilisierung von Milliarden, um die Forschungsergebnisse zum Geschäft zu machen. Den Minister aus Berlin begeistert beispielsweise, dass die Universität Stanford 27 Nobelpreisträger hervorgebracht hat, von denen 17 immer noch an ihrer Alma mater forschen und unterrichten.
Als Wachstumslabor soll der German Silicon Valley Accelerator (GSVA) dienen, an dessen Aufbau sich das Bundeswirtschaftsministerium finanziell beteiligt. Wie in einem Beschleuniger sollen sich ausgewählte deutsche Firmen schnell die Methoden abgucken, mit denen amerikanische IT-Unternehmen arbeiten, ein Netzwerk zu den alteingesessenen Spezialisten knüpfen und um Geldgeber werden. Denn die amerikanischen Wagnisfinanzierer suchen stets auch Anlagemöglichkeiten im Ausland. „Wir wollen jedes Jahr 16 Unternehmen ins Silicon Valley bringen, um Investoren zu finden und dort Fuß zu fassen“, gibt Rösler als Marschroute aus. „Damit bringen sie auch frische Impulse nach Deutschland.“
Rösler hat große Pläne. Weil sich durch den Einsatz der Informationstechnik die Produktivität um etwa 20 Prozent steigern lässt, sieht er den größten Nutzen für Deutschland in der Verbindung der IT-Industrie mit den herkömmlichen Branchen. „Ein Unternehmen wie Apple in der IT-Szene ist auch in Deutschland möglich. Nicht im Consumer-Bereich, aber in der Verbindung mit der klassischen Industrie. Da wollen wir weltweit führend werden.“
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