Sparmaßnahmen: Frankreichs zweites und strenges Sparpaket

Sparmaßnahmen: Frankreichs zweites und strenges Sparpaket

, aktualisiert 06. November 2011, 17:26 Uhr
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Frankreich hat noch nicht genug gespart.

Quelle:Handelsblatt Online

Der französische Premierminister kündigt das strikteste Budget seit 1945 an. Nur wenige Monate nach dem ersten Sparprogramm plant Frankreich neue Sparmaßnahmen im Volumen von knapp acht Milliarden Euro.

ParisZweieinhalb Monate nach ihrem ersten Sparprogramm plant Frankreichs Regierung erneute Sparmaßnahmen im Volumen von knapp acht Milliarden Euro zur Absicherung der Top-Bonität am Kapitalmarkt. „Wir werden 2012 eines der striktesten Budgets seit 1945 haben“, kündigte Premierminister François Fillon an.

Er will nach französischen Medienberichten vom Wochenende angesichts der lahmenden Wirtschaft das neue Sparprogramm am Montag verkünden. Die Welt habe sich verändert, ohne dass es die Franzosen gemerkt hätten: „Die Jahre 2008-2012 werden das Ende der westlichen Vorherrschaft und das Driften der Weltwirtschaft Richtung Asien markieren“, zitiert ihn die Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“.

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Nach offiziell unbestätigten Berichten erwägt seine Regierung neben einer stärkeren steuerlichen Belastung der Großkonzerne sowie symbolischen Einschnitten bei Kabinettsmitgliedern die Einführung eines „Schuldentages“, an dem die Franzosen ohne Bezahlung tätig sind. Als wahrscheinliche Maßnahme gilt auch eine Erhöhung der für die Gastronomie geltenden Mehrwertsteuer von zur Zeit 5,5 Prozent.

Die Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy hatte für 2012 das Wirtschaftswachstum zunächst auf 1,7 und nun auf 1,0 Prozent nach unten korrigiert. Damit fehlen nach Sarkozys Angaben 6 bis 8 Milliarden Euro im Haushalt zum Erreichen der ehrgeizigen Sparziele.

Nach der Bekanntgabe eines Nullwachstums im zweiten Quartal dieses Jahres hatten Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Herabstufung der Top-Bonität Frankreichs an den Börsen für Aufruhr gesorgt. Paris hatte beim Bruttoinlandsprodukt für 2011 zunächst 2 Prozent Wachstum erhofft, es dann aber nach unten korrigieren müssen. Um dennoch das Staatsdefizit von 7,0 Prozent im vergangenen Jahr auf 5,7 Prozent im laufenden Jahr, 4,5 in 2012 und 3,0 Prozent in 2013 senken zu können, waren neue Sparmaßnahmen notwendig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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