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Sparpaket : Griechenlands Parteien rechnen mit Neinsagern ab

Quelle: Handelsblatt Online

Die konservative und die sozialistische Partei Griechenlands haben das Sparpaket durchgebracht. Ein Nein zum Sparpaket hat seinen Preis. Die Parteien schließen nun die Neinsager unter den Abgeordneten aus.

Finanzminister Venizelos (links) und Ministerpräsident Papademos (rechts) Quelle: AFP
Finanzminister Venizelos (links) und Ministerpräsident Papademos (rechts) Quelle: AFP

AthenDie konservative und die sozialistische Partei Griechenlands haben Dutzende Abgeordnete wegen ihres Neins zum Sparpaket ausgeschlossen. Die Neue Demokratische Partei trennte sich von 21 Abgeordneten und damit einem Viertel ihrer Fraktion, wie sie in der Nacht zum Montag nach der entscheidenden Abstimmung im Parlament mitteilte. Die sozialistische Pasok schloss 20 ihrer 153 Abgeordneten aus.

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Die beiden Parteien hatten zuvor das Sparpaket durchgebracht, das den Weg für weitere Milliardenhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds ebnet. Konservative und Sozialisten stützen die Experten-Regierung von Lucas Papademos, der das Ruder im Dezember übernommen hat.

Im Frühjahr wählen die Griechen ihr Parlament neu. Der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, kündigte für den Fall einer Beteiligung an der Macht die Schaffung eines neuen Haushaltsministeriums an, das besondere Vollmachten erhalten soll. „Wir wollen einen Haushaltsminister, dem alle anderen Minister untergeordnet sind“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“. Der Ressortchef soll demnach nicht vom Ministerpräsidenten bestimmt, sondern direkt vom Parlament gewählt werden und damit eine größere Unabhängigkeit genießen. „Bei Kabinettsumbildungen, wie sie in der griechischen Politik üblich sind, dürfte dieser Minister nicht ersetzt werden.“

Kouvelis warnte Deutschland, seine in der Schuldenkrise hinzugewonnene Macht nicht auszunutzen. „Ich spüre hinter all den wirtschaftlichen Argumenten andere, politische Ziele“, sagte er dem Blatt. „Deutschland muss sehr aufpassen, seine Macht nicht zu missbrauchen. Denn das würde zu einer Gegenreaktion in Europa führen, zu einem Bumerangeffekt.“

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