St. Petersburg-Attentat: Ermittler prüfen Kontakt zum IS

St. Petersburg-Attentat: Ermittler prüfen Kontakt zum IS

, aktualisiert 05. April 2017, 14:41 Uhr
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Beim Anschlag auf eine U-Bahn-Station starben 14 Menschen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Attentäter von St. Petersburg riss mehr als ein Dutzend Menschen mit in den Tod. Die Ermittler durchsuchen nun seine Wohnung und befragen die Eltern. Es wird eine Verbindung zum IS geprüft.

St. PetersburgNach dem Bombenanschlag in St. Petersburg gehen russische Ermittler möglichen Verbindungen des Attentäters zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach. Das habe der Leiter des Staatlichen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, angeordnet, teilte die Behörde in der Nacht zum Mittwoch mit.

Am Vortag hatten die Sicherheitsbehörden den 22-jährigen Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan als mutmaßlichen Attentäter identifiziert. Seine Wohnung in St. Petersburg sei durchsucht worden. Sicherheitskreise prüften, ob Dschalilow in den vergangenen Monaten nach Syrien gereist war. Es gebe Hinweise, dass er über das Internet Anweisungen zum Bau einer Bombe erhalten hat.

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Die Eltern reisten am Mittwoch aus Kirgistan an und sollten ihren Sohn identifizieren. Zudem sollten sie von den Ermittlern befragt werden, berichtete das Staatsfernsehen.

Bei dem Anschlag in der U-Bahn der Millionenstadt am Montag waren 14 Menschen getötet – darunter auch Dschalilow – und etwa 50 verletzt worden. Sechs befänden sich noch in einem kritischen Zustand, teilte die Stadtverwaltung mit. Am Dienstagabend veröffentlichte das Ermittlungskomitee die Namen von zehn identifizierten Opfern. Bei vier Leichen müsse eine Genanalyse gemacht werden.

Ein Sprengsatz war in einem fahrenden Zug zwischen zwei Stationen gezündet worden. Eine zweite Bombe wurde rechtzeitig entschärft. An beiden Bomben waren DNA-Spuren von Dschalilow gefunden worden.

Die Ermittler nahmen in St. Petersburg sechs Männer aus Zentralasien fest, die verdächtigt werden, für Extremisten Anhänger anzuwerben. Ob sie mit dem Anschlag in der Metro in Verbindung stehen, war zunächst nicht bekannt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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