
ParisDie französische Regierung bietet der Finanzsparte des kriselnden Autobauers PSA Peugeot Citroen Verhandlungskreisen zufolge ein milliardenschweres Rettungspaket an. So seien staatliche Garantien im Umfang von fünf bis sieben Milliarden Euro im Gespräch, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.
Industrieminister Arnauld Montebourg machte aber deutlich, dass die Regierung ihre Hilfe für die angeschlagene Finanzierungssparte Banque PSA Finance an Bedingungen knüpft. Der Konzern müsse Abstand von seinem zuletzt angekündigten Stellenabbau nehmen und eine Standortgarantie für die Werke in Frankreich geben, forderte Montebourg in einem Interview der Zeitung "Liberation". Darüber hinaus müsse Peugeot in sein Aufsichtsgremium mehrere Arbeitnehmervertreter sowie eine Vertrauensperson der Regierung aufnehmen. Beim Rivalen Renault sitzen zwei Regierungsvertreter im Kontrollgremium. Der französische Staat ist mit 15 Prozent an Renault beteiligt.
Belastet durch hohe Produktionskosten und große Überkapazitäten verliert Peugeot im Preiskampf auf dem schwächelnden Automarkt in Europa gegen Rivalen wie Volkswagen immer mehr an Boden. Nach jüngsten Herabstufungen der Kreditwürdigkeit droht der Finanzierungssparte zudem der Ramsch-Status, was Kredite teurer machen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter verschlechtern würde.











