Steigende Inflation: EZB-Ratsmitglied gegen geldpolitische Wende

Steigende Inflation: EZB-Ratsmitglied gegen geldpolitische Wende

, aktualisiert 23. Februar 2017, 10:19 Uhr
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Bei der Europäischen Zentralbank sieht man die zunehmende Inflation in Europa positiv.

Quelle:Handelsblatt Online

Die EZB will mit ihrem auf 2,3 Billionen Euro angelegten Wertpapier-Kaufprogramm die Konjunktur anschieben. Jetzt ist das Inflationsziel fast erreicht, doch EZB-Ratsmitglied Ardo Hansson mahnt zur Vorsicht.

FrankfurtEZB-Ratsmitglied Ardo Hansson hat sich trotz der anziehenden Teuerung im Währungsraum gegen einen sofortigen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik ausgesprochen. „Der Anstieg der Inflation ist eine gute Nachricht aus Sicht der Notenbank, aber es ist wichtig, genau hinzuschauen“, sagte der Zentralbankchef Estlands der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Derzeit fehle die Bestätigung, dass die Inflation wirklich zurückgekehrt sei. „Wir müssen noch ein paar mehr Monate positive Überraschungen erleben“, so Hansson. Dann seien vielleicht Korrekturen nötig.

Die Leitzinsen im Währungsraum liegen auf dem Rekordtief von Null Prozent. Erst im Dezember beschloss die EZB, ihre in Deutschland umstrittenen massiven Staatsanleihenkäufe bis Ende 2017 zu verlängern. „Das ist nicht sehr lange her“, argumentiert Hansson. Aus seiner Sicht müssen Notenbanker in ihrer Geldpolitik beständig sein. „In dieser unruhigen politischen Lage sollte eine Zentralbank eher ein Stabilitätsfaktor sein, als dass sie zu Turbulenzen beiträgt.“ Dieses Jahr stehen unter anderem in den drei wichtigen Euro-Ländern Frankreich Deutschland und den Niederlanden Wahlen an.

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Mit ihrem auf 2,3 Billionen Euro angelegten Wertpapier-Kaufprogramm wollen die Währungshüter die Konjunktur anschieben und für mehr Inflation sorgen. Im Januar ist die Teuerung in der Euro-Zone aber auf 1,8 Prozent nach oben geschnellt, was nahe am EZB-Ziel von knapp zwei Prozent liegt. Daraufhin hatten unter anderem manche Volkswirte eine rasche Wende in der Geldpolitik gefordert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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