Streit um Armenien-Resolution: Türkei will Wirtschaftsbeziehungen nicht belasten

Streit um Armenien-Resolution: Türkei will Wirtschaftsbeziehungen nicht belasten

, aktualisiert 08. Juni 2016, 12:30 Uhr
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Der stellvertretende türkische Ministerpräsident versucht die Wogen zu glätten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Armenien-Resolution des Bundestags belastet die angespannte Beziehung Deutschlands zur Türkei einmal mehr. Nun versucht die Türkei, die Wogen zu glätten: Sie will auf keinen Fall die Wirtschaftsbeziehungen schädigen.

IstanbulDie Türkei will eine Belastung der Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland infolge des Streits um die Armenien-Resolution des Bundestags verhindern. Die Regierung werde dafür alles in ihren Kräften stehende tun, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek am Mittwoch. Anfang Juni hatte der Bundestag in einer Resolution die Ermordung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern 1915 während des Ersten Weltkriegs als Völkermord bezeichnet.

Die türkische Regierung reagierte mit scharfen Vorwürfen. Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte, einige Bundestagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln müssten sich einem Bluttest unterziehen, was wiederum Protest deutscher Spitzenpolitiker nach sich zog.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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