Bild: dpaWer eine Reise nach Berlin plant, sollte sich beeilen. Ab 2013 gilt eine City-Tax. Pro Übernachtung sollen Besucher eine zusätzliche Steuer von fünf Prozent des Übernachtungspreises entrichten. Die Berliner Regierung erhofft sich Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro.
Bild: dpaDie Sexsteuer ist eine beliebte Einnahmequellen der Kommunen. Köln verlangt diese Vergnügungssteuer bereits seit 2003 von Bordell-Betreibern und Prostituierten. Seit Februar 2009 erhebt auch Oberhausen eine Vergnügungssteuer. Dort müssen Prostituierte pro Arbeitstag sechs Euro zahlen.
Bild: dpaEine kuriose Steuer haben sich die Kommunalpolitiker aus Fürth einfallen lassen: In der mittelfränkischen Stadt wird eine Luftsteuer erhoben. Die Politiker verlangen von den Betreibern von Zigaretten-, Kaugummi- oder Handykarten-Automaten Geld, wenn an Hausfassaden angebrachte Automaten mehr als 15 Zentimeter wegragen. Kritiker glauben nicht, dass sich der Aufwand lohnt. Ähnliches droht Bergisch Gladbacher Geschäftsleuten: Für Werbeanlagen und Leuchtreklamen vor Geschäften, die mehr als 30 Zentimeter in öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, will die Stadt Sondernutzungsgebühren kassieren.
Bild: dpaReichlich umstritten, aber eine einträgliche Abgabe für den Staat: Die Kaffeesteuer spülte in den Jahren 2007 bis 2010 jeweils rund eine Milliarde Euro in die Bundeskasse. Für Röstkaffee beträgt die Steuer 2,19 Euro je Kilogramm für Kaffeepulver 4,78 das Kilogramm.
Bild: dpaDir Kuriosität der Mehrwertsteuer lässt sich besonders schön an der Curry-Wurst erläutern: Wer seine Curry-Wurst im Fast-Food-Restaurant ist, der zahlt den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, wer sie einpacken lässt und zu Hause verspeist zahlt nur sieben Prozent, also den ermäßigten Satz.
Bild: dpaEine Pferdesteuer soll in Remscheid die Kassen füllen. Veranschlagt sind jährlich 750 Euro pro Pferd. Ende Juni stimmt die Kommune über den Vorschlag ab.

Hamburg will eine Kulturtaxe einführen, die wie in Köln etwa fünf Prozent der Hotelrechnung betragen und rund zehn Mio. Euro pro Jahr einbringen soll.
Foto: PR (Grand Elysée Hotel in Hamburg)

Die Bettensteuer war ein besonders beliebtes Abkassier-Instrument der deutschen Kommunen. Rund 20 Städte und Kommunen hatte sie eingeführt, mehr als 70 hatten die Abgabe geplant – bis das Bundesverwaltungsgericht die Abgabe gestoppt hat. Als eine der ersten Städte hatte Köln die Bettensteuer eingeführt - in Folge eines Gerichturteils muss die Stadt ihren Hoteliers jedoch 3,9 Millionen Euro zurückzahlen. Allerdings erhebt Köln noch immer eine Bettensteuer - diese wurde lediglich der Rechtsprechung angepasst.
Foto: dpa (Hotelbett in Köln)

Auch Berlin will die Betreiber von Spielsalons stärker zur Kasse bitten und die Vergnügungssteuer für das Automatenspiel von elf auf mindestens 15 Prozent anheben. Damit soll auch die Zahl der Spielautomaten reduziert werden, die sich seit 2005 verdoppelt hat. Viele andere Städte haben das schon vorgemacht, Spielhallensteuern gibt es inzwischen quer durch die Republik.
Foto: dpa (Spielautomaten in einer Spielhalle)
Bild: dpaKreativ kassiert hat auch das Dorf Niederzimmern in Thüringen, sogar ohne neue Steuer. Dort verkaufte der Bürgermeister Schlaglöcher für 50 Euro das Stück, als Gegenleistung wurde in einem sanierten Straßenabschnitt eine Plakette mit einer Wunschaufschrift eingelassen. Die Bilanz der Aktion kann sich sehen lassen: Das Dorf meldete schon zahlreiche verkaufte Schlaglöcher, zudem wurde ein "Schlaglochdenkmal" enthüllt.
Wer eine Reise nach Berlin plant, sollte sich beeilen. Ab 2013 gilt eine City-Tax. Pro Übernachtung sollen Besucher eine zusätzliche Steuer von fünf Prozent des Übernachtungspreises entrichten. Die Berliner Regierung erhofft sich Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro.
Der Steuerstreit mit Deutschland treibt zum Teil eigenartige Blüten. Regelmäßig erregen sich Schweizer Regierungsmitglieder darüber, dass deutsche Steuerbehörden CDs mit gestohlenen Bankkunden-Daten kaufen. Nun aber streiten gleich zwei Schweizer Behörden um den Verkaufserlös einer solchen Steuer-CD.
So berichtet die Schweizer Zeitung "NZZ", dass die Erben des verstorbenen Mittelmannes Wolfgang U., der gestohlene Daten der Credit Suisse an die NRW-Steuerfahnder für 2,5 Millionen Euro verkauft hatte, nun Steuern in Höhe von 1,5 Millionen Franken auf den Verkaufserlös zahlen sollen.
Einen entsprechender vorläufigen Steuerbescheid sei vor kurzem eingegangen. Das Problem: Die Erben haben keinen Zugriff auf das Geld, weil eine andere Behörde, die Schweizer Bundesanwaltschaft, die Gelder hat einfrieren lassen.
Im März 2010 hatte der Mittelsmann Wolfgang U. von einem Angestellten der Credit Suisse einen Datensatz mit Kundendaten an die Steuerfahnder in NRW verkauft. Credit Suisse konnte sich per Vergleich vom Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung befreien. Doch der Datendieb der Bank und sein Mittelsmann Wolfgang U. flogen bei der Sache auf. Wolfgang U. hatte sich in Untersuchungshaft daraufhin selbst getötet, der Datendieb wurde verurteilt.
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