Südchinesisches Meer: China fordert USA zur Zurückhaltung auf

Südchinesisches Meer: China fordert USA zur Zurückhaltung auf

, aktualisiert 23. Februar 2017, 13:06 Uhr
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Die USA haben den atomgetriebenen Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ und mehrere andere Schiffe ins Südchinesische Meer verlagert.

Quelle:Handelsblatt Online

Nachdem die USA mehrere Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer geschickt haben, ruft das chinesische Verteidigungsministerium zur Zurückhaltung auf. China erhebt Ansprüche auf große Gebiete des Südchinesischen Meers.

PekingChinas Verteidigungsministerium hat die US-Marine nach deren Entsendung eines Kampfverbands samt Flugzeugträger zur Zurückhaltung im Südchinesischen Meer aufgerufen. Die Lage in dem Gebiet sei allgemein stabil, sagte Ministeriumssprecher Ren Guoqiang am Donnerstag. „Wir hoffen, dass die Handlungen aufseiten der USA positive Energie zu dieser guten Situation beitragen können – und nicht das Gegenteil.“ China respektiere, dass sich alle Länder in der Region im Einklang mit dem Völkerrecht bewegen dürften. China hoffe, dass die USA „ernsthaft die Souveränität und Sicherheitsbedenken der Länder in der Region“ respektierten, sowie deren Bemühungen, „Frieden und Stabilität zu erhalten“.

Die Volksrepublik erhebt Ansprüche auf fast das gesamte Südchinesische Meer und streitet deswegen seit Jahren mit Anrainerstaaten. Ein Drittel der weltweiten Seetransporte führt durch das Gebiet.

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Gute militärische Beziehungen zwischen beiden Staaten seien in beiderseitigem Interesse, sowie der Region und der Welt. China hoffe, dass man sich auf halben Wege entgegenkommen könne und die Kommunikation verstärkt sowie Missverständnisse vermieden würden, sagte Ministeriumssprecher Ren.

Am Samstag begann die US-Marine nach eigenen Angaben im Südchinesischen Meer mit „Routineeinsätzen“ eines Verbandes, zu dem der atomgetriebene Flugzeugträger „Carl Vinson“ gehört. US-Präsident Donald Trump hat sich im Wahlkampf und nach seinem Amtsantritt vor gut einem Monat mehrfach kritisch zu China geäußert. So bezeichnete seine Regierung kürzlich den militärischen Ausbau chinesischer Stützpunkte auf künstlichen Inseln im Südchinesischen Meer als illegal. Dennoch setzte die Volksrepublik die Aktionen in dem Gebiet fort, durch das eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt läuft und in dem große Rohstoffvorkommen vermutet werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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