Südkorea: Ex-Präsident Kim Young Sam ist tot

Südkorea: Ex-Präsident Kim Young Sam ist tot

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Der ehemalige südkoreanische Präsident Kim Young Sam ist tot.

Kim Young Sam ist tot. Er war der erste Staatschef des Landes seit gut 30 Jahren ohne militärischen Hintergrund. Eines seiner großen Verdienste war, dass das Militär in den Baracken blieb.

Der ehemalige südkoreanische Präsident Kim Young Sam ist tot. Kim sei kurz nach Mitternacht gestorben, teilte der Leiter des Krankenhauses der Seouler National-Universität am Sonntag mit. Der 87-jährige Kim war mit Fieber in die Klinik gebracht worden und sei vermutlich den Folgen einer Blutinfektion und akuten Herzproblemen erlegen. Während seines langen politischen Lebens hatte er sich für die Demokratisierung des Landes eingesetzt und wurde Ende 1992 zum Präsidenten gewählt. Nach einer fünftägigen offiziellen Trauerperiode soll er mit einem Staatsbegräbnis geehrt werden.

„Meine Gedanken sind mit den Angehörigen und ich bete für die Seele des Verstorbenen“, wurde Präsidentin Park Geun Hye von einem Sprecher zitiert. Mit seinem Nachfolger, dem Friedensnobelpreisträger von 2000, Kim Dae Jung, verband Kim Young Sam der Kampf gegen die autoritären Regime des Vaters der jetzigen Präsidentin, Park Chung Hee (1961-1979), und von Chun Doo Hwans (1980-1988).

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Als Kim Young Sam Anfang 1993 sein Amt antrat, war er der erste Staatschef des ostasiatischen Landes seit mehr als 30 Jahren ohne militärischen Hintergrund. Der konservative Politiker blieb bis 1998 im Amt. Als eines seiner Verdienste gilt, dass das Militär in den Baracken blieb.

Schon bei der Präsidentenwahl 1987 war Kim Young Sam gegen seinen langjährigen politischen Weggefährten Kim Dae Jung angetreten. Doch spalteten sie die Opposition und verloren schließlich bei einer freien Wahl gegen den Ex-General Roh Tae Woo. Beide ehemaligen Dissidenten wurden wegen ihres Kampfs gegen die Diktatur in den 80er Jahren mehrfach unter Hausarrest gestellt.

Geprägt wurde die Amtszeit des 1927 als Spross einer wohlhabenden Fischerfamilie geborenen Kim Young Sam auch von der ersten Krise wegen des umstrittenen nordkoreanische Atomprogramms. 2003 sagte Kim, er habe 1994 mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton am Telefon gestritten, um ihn von einem Angriff der USA auf das nordkoreanische Atomzentrum in Yongbyon abzuhalten. Am Ende von Kims Amtszeit wurde Südkorea von der schweren Finanzkrise in Asien erfasst.

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