Super-Tuesday: Warten auf die Vorentscheidung im US-Wahlkampf

Super-Tuesday: Warten auf die Vorentscheidung im US-Wahlkampf

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Barack Obama auf einer Wahlkampfveranstaltung gestern Abend

Der Countdown läuft: Heute Nacht finden in 22 US-Bundesstaaten Vorwahlen zur Nominierung der Kandidaten der beiden großen Parteien statt. Bei den Demokraten kämpfen Barack Obama und Hillary Clinton um Platz eins. Die Republikaner haben einen klaren Favoriten: Vietnamkriegsveteran John McCain führt in den meisten Umfragen. Doch das Rennen bleibt auch nach dem heutigen Super-Tuesday spannend.

Das Finale der National Football League, das wichtigste Sportereignis in Amerika, gewann am vergangenen Sonntag der krasse Außenseiter. Die New York Giants besiegten die in der gesamten Saison ungeschlagenen New England Patriots durch einen starken Schlussspurt mit 17:13 Punkten und sicherten sich den Super Bowl, die begehrteste Trophäe im US-Sport.

Der politische Super Bowl folgt heute, mit dem so genannten Super-Tuesday, wenn in 22 US-Bundesstaaten Vorwahlen zur Nominierung der Kandidaten der beiden großen US-Parteien stattfinden. Einen starken Spurt – ob es der Schlußspurt wird oder ein Zwischenspurt ist, wird sich noch heraus stellen – legte dabei der einstige Außenseiter im Lager der Demokraten, Barack Obama, hin.

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Der Präsidentschaftskandidat holte den vor wenigen Tagen noch beachtlichen Rückstand gegenüber Hillary Clinton auf. Clinton hatte nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup am 20. Januar landesweit noch einen Vorsprung unter potenziellen demokratischen Wählern von 48 Prozent gegenüber 28 Prozent für Obama. Am 2. Februar war dieser Abstand auf 46 Punkte für Clinton und 44 Punkte für Obama zusammen geschmolzen. Dem Senator aus Illinois scheint es vor allem zu gelingen, bis dahin noch unentschlossene Wähler für sich zu überzeugen. Als wichtiger Indikator gilt das Ergebnis in Kalifornien. In dem bevölkerungsreichsten US-Bundesland werden rund 18 Prozent der Delegierten nominiert, die jeder der Kandidat für einen Sieg braucht. Doch auch Obamas Abschneiden in den Hofburgen Clintons -  ihrem Heimatstaat New York, in New Jersey und in Arkansas - wird möglicherweise eine Vorentscheidung im Rennen um die Nominierung bringen.

Für Spannung ist heute nacht gesorgt. Immerhin geht es um die Vorentscheidung, wer in einem Jahr das mächtigste Amt der Welt übernehmen könnte. Denn trotz der medialen Aufregung, die seit einem Monat herrscht, als Obama überraschend die erste Vorwahl in Iowa für sich entscheiden konnte, sind erst wenige Delegierte für den im Sommer stattfindenden  Nominierungsparteitag der Demokraten auf einen Kandidaten festgelegt: Obama konnte bisher 63 gewinnen, Clinton 48. Heute geht es jedoch auf einen Schlag um 1681 Delegierte.  

Bei den Republikanern scheint die Lage klarer: Der Vietnamkriegsveteran John McCain führt in den meisten Umfragen mit klarem Vorsprung vor dem Ex-Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney. McCain, der ehemalige Senator von Arizona, überzeugt dabei wie Obama durch ein starkes Finish. Vor einem halben Jahr schien seine Kampagne wegen Geldmangels und dem Abspringen wichtiger Vertrauter bereits zum Scheitern verurteilt. Jetzt schwingt sich der vor allem bei den ultrakonservativen religiösen Rechten unter den Republikanern wenig beliebte 71-Jährige zum Hoffnungsträger für die Partei auf, die schwer unter der in der US-Bevölkerung weit verbreitete Bush-Frustration zu leiden hat.  

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