Syrien-Konflikt: Türkei erwägt Einsatz von Bodentruppen

Syrien-Konflikt: Türkei erwägt Einsatz von Bodentruppen

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Der türkische Außenminster Mevlut Cavusoglu.

Die Türkei erwägt die Entsendung von Bodentruppen ins Bürgerkriegsland Syrien. Russlands Außenminister Lawrow hat indes Zweifel am Erfolg der Bestrebungen für eine Waffenruhe in Syrien.

Das Nato-Land Türkei erwägt die Entsendung von Bodentruppen nach Syrien zur Bekämpfung der Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS). "Wenn es seine solche Strategie gibt, könnte sich die Türkei zusammen mit Saudi-Arabien an einem Einsatz am Boden beteiligen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu der Zeitung "Yeni Safak" zufolge am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Saudi-Arabien hat bereits signalisiert, bei Bedarf Soldaten schicken zu können.

Zudem kündigte Cavusoglu an, dass der Golfstaat Kampfflugzeuge für den Syrien-Einsatz in die Türkei verlegen wird. Eine noch unbekannte Zahl an Maschinen werde auf dem Stützpunkt Incirlik stationiert, sagte der Minister der Zeitung zufolge weiter. Die Regierung in Riad war am Samstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Saudi-Arabien ist Teil der von den USA geführten Allianz, die den IS in Syrien und im Irak aus der Luft bekämpfen.

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Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew spricht am 13.02.2016 während der 52. Sicherheitskonferenz in München (Bayern). Die 52. Sicherheitskonferenz dauert bis zum 14.02.2016. Foto: Sven Hoppe/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Am Rande der Sicherheitskonferenz hatten Russland und die USA am Freitag vereinbart, auf eine Feuerpause in Syrien binnen einer Woche hinzuarbeiten. Allerdings wurde die Abmachung von keiner der Bürgerkriegsparteien unterschrieben. Am Samstag forderte US-Außenminister John Kerry Russland auf, Luftangriffe auf Gruppen der gemäßigten Opposition einzustellen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow meldete Zweifel am Erfolg der Bestrebungen für eine Waffenruhe in Syrien an. "Offensichtlich geht es hauptsächlich darum, die Luftangriffe der russischen Kräfte zu beenden", sagte Lawrow. Russland bombardiere aber die Extremistenmiliz IS und damit das gleiche Ziel wie die USA. Der Einsatz der USA gegen den IS solle schließlich auch weitergehen. "Ich bin jetzt nicht mehr so ganz sicher, ob dieses Treffen hier in München wirklich so erfolgreich war - insbesondere, was dieses Dokument zur Waffenruhe angeht", erklärte Lawrow.

Seit fünf Jahren kämpfen Rebellen gegen den von der Moskauer Regierung unterstützten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, gerieten zuletzt aber durch die russischen Bombardements ins Hintertreffen. Dies hat Golfstaaten aufseiten der Aufständischen wie Saudi-Arabien auf den Plan gerufen.

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