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Syrien-Konflikt: USA befürchten Massaker in Millionenmetropole Aleppo

Quelle: Handelsblatt Online

Die USA glauben Assads Regime in Syrien am Ende. Seine Tage seien gezählt. Doch vorher befürchten sie ein Massaker in der Millionenmetropole Aleppo. Es gebe Anzeichen darauf, die ihnen „große Sorgen“ bereiten.

Im Norden Syriens, in der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Quelle: AFP
Im Norden Syriens, in der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Quelle: AFP

Die USA befürchten nach eigenen Angaben, dass die syrische Regierung in der umkämpften Millionenmetropole Aleppo ein Massaker anrichten könnte.

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„Wir machen uns Sorgen, dass wir in Aleppo ein Massaker erleben werden, und es scheint, dass sich das Regime dafür in Stellung bringt“, sagte Außenministeriums-Sprecherin Victoria Nuland am Donnerstag.

Es gebe „glaubhafte Berichte über Panzer-Kolonnen“, die vor der Stadt zusammengezogen würden. Die Armee setzte inzwischen zudem nicht mehr nur Kampfhubschrauber, sondern auch Flugzeuge im Kampf gegen die Rebellen ein. Dies stelle eine ernste Eskalation der Bemühungen der syrischen Regierung dar, die Rebellion niederzuschlagen. „Wir machen uns große Sorgen, zu was sie in Aleppo fähig sind.

Zugleich schloss die Sprecherin ein militärisches Eingreifen der USA aus. Die Lösung sei nicht mehr Gewalt, sondern ein Ende der Gewalt und der Beginn eines politischen Übergangsprozesses.

Die syrische Armee hat in der Wirtschaftsmetropole Aleppo wie auch in der Hauptstadt Damaskus ihren Druck auf die Rebellen massiv erhöht. Derweil traf mit Brigadegeneral Manaf Tlas einer der ranghöchsten Überläufer der syrischen Armee in der türkischen Hauptstadt Ankara ein.

Nach Angaben des dortigen Außenministeriums traf er sich mit Außenminister Ahmet Davutoglu. Inhaltliche Details über das Treffen wurden zunächst nicht bekannt.

In einem Interview einer saudiarabischen Zeitung hatte Tlas gesagt, er wolle die zersplitterte Opposition, die teilweise in der Türkei untergekommen ist, einen. Er bemühe sich zudem um Unterstützung Saudi-Arabiens und anderer Länder, sagte der einst mit Syriens Präsident Baschar al-Assad befreundete Offizier.

Assad versucht seit 16 Monaten, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Mindestens 17.000 Menschen sind nach Angaben der Opposition bislang getötet worden.

Doch die USA glauben, dass die Tage des Regimes „ganz sicher gezählt“ sind. Das sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag. Deshalb gelte es jetzt „mit der Opposition zusammenzuarbeiten, um einen Übergang vorzubereiten.“

Dazu gehöre auch eine weitere Unterstützung der Opposition. Carney machte aber erneut deutlich, dass es sich dabei nicht um Waffenhilfe handele.

„Es wird deutlich, dass er [Assad] in Syrien die Kontrolle verliert.“ Die Überläufer aus der syrischen Regierung seien ein weiteres Zeichen, dass der Druck auf Assad zunehme.

Jetzt müsse man alle Kräfte auf einen friedlichen Übergang konzentrieren, meinte Carney. Dabei sei es wichtig für die USA, dass bei einem Übergang die Grundrechte aller Syrier gewahrt würden, auch die von Minderheiten.

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