Syrien: Oppositionsgruppe willigt in Waffenruhe ein

Syrien: Oppositionsgruppe willigt in Waffenruhe ein

, aktualisiert 25. Februar 2016, 00:58 Uhr
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Die syrische Regierung hat einer Feuerpause zugestimmt. Am Samstag soll sie beginnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Syrische Rebellen fürchten, während der geplanten Waffenruhe unter einem Vorwand bombardiert zu werden. Doch nun ringt sich die wichtigste Gruppe dazu durch, der Idee eine Chance zu geben - mit einer zeitlichen Grenze.

BeirutNach der syrischen Regierung hat auch die wichtigste Oppositionsgruppe ihre Zustimmung zu einer geplanten Feuerpause im Bürgerkrieg signalisiert. Das Hohe Verhandlungskomitee erklärte am Mittwochabend, man stehe der Idee einer zweiwöchigen Waffenruhe offen gegenüber. Damit könne geprüft werden, ob die Gegenseite ernsthaft an einem Ende der Kämpfe interessiert sei, hieß es in einem Schreiben, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Zuvor hatte die einflussreiche Kurdenmiliz YPG angekündigt, sich an den US-russischen Plan halten zu wollen. Allerdings behalte man sich das Recht vor, auf Angriffe zu reagieren, sagte ein YPG-Vertreter Reuters. Die syrische Regierung hatte dem Vorschlag bereits zugestimmt.

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Der russisch-amerikanische Plan sieht vor, die Waffen ab Samstag schweigen zu lassen. Ausgenommen sind Kämpfe gegen radikale Islamistengruppen wie die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS).

In den vergangenen Tagen hatte sich die Opposition noch skeptisch geäußert. Sie befürchtet, dass Russland und das syrische Militär unter dem Vorwand von Angriffen auf die Islamisten andere Rebellengruppen bombardieren könnte. Auch US-Präsident Barack Obama zeigte sich am Mittwoch zurückhaltend. Helfer der Vereinten Nationen (UN) bereiteten sich derweil auf einen groß angelegten Einsatz für die Zivilbevölkerung vor.

Im Januar waren Friedensgespräche unter der Leitung der Vereinten Nationen gescheitert. In dem seit fünf Jahren anhaltenden Krieg sind nach Schätzungen der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 370.000 Menschen ums Leben gekommen. Bislang ging die Gruppe von 270.000 Getöteten aus. Etwa elf Millionen Syrer sind auf der Flucht.

Quellle:  Handelsblatt Online
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