Syrien: Trump droht Assad - lässt Konsequenzen aber offen

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Syrien: Trump droht Assad - lässt Konsequenzen aber offen

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Donald Trump sieht nach dem Giftgasangriff in Syrien rote Linien überschritten.

In Sachen Syrien schlägt Trump einen neuen Ton an. Der mutmaßliche Giftgasangriff habe vieles verändert. Doch was die USA konkret tun können und werden, bleibt offen. Die Syrien-Konferenz sagte Milliardenhilfen zu.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff hat US-Präsident Donald Trump der syrischen Regierung indirekt gedroht. „Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden“, sagte Trump am Mittwoch. Der Angriff auch auf Frauen, Kinder und Babys sei entsetzlich und furchtbar. Dieser „Affront des Assad-Regimes gegen die Menschlichkeit kann nicht toleriert werden.“ Trump äußerte sich aber nicht dazu, wie eine Antwort der USA aussehen könnte. Er deutete militärische Schritte lediglich an und sagte, es sei Teil seiner Politik, solche im voraus nicht zu verraten, sollte es sie denn geben.

Die Äußerungen des US-Präsidenten waren seine bisher deutlichsten an die Adresse des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Er fügte hinzu, seine Einstellung zu Assad habe sich verändert. Die syrische Regierung werde ein Zeichen erhalten. „Sie werden es auf jeden Fall bekommen, glauben Sie mir das.“ Trump ging jedoch nicht weiter ins Detail. Auch Russland, den wichtigsten Verbündeten der Assad-Regierung, erwähnte der Präsident bei der Pressekonferenz nicht.

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Der US-Präsident hat seit Amtsantritt in mehreren Bereichen große und fundamentale Pläne angekündigt, denen bis dato wenig folgte. Er telefonierte am Mittwoch auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Weiße Haus machte jedoch keine Angaben dazu, ob es in dem Gespräch auch um Syrien ging.

In der nordwestlichen Provinz Idlib sollen laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die Angriffe mit chemischen Waffen vom syrischen Assad-Regime oder russischen Jets ausgeführt worden sein.

Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, deutete in New York ebenfalls einen möglichen Alleingang der Vereinigten Staaten als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgasangriff an. Wenn die Vereinten Nationen durchgehend bei ihrer Aufgabe scheiterten, gemeinsam zu handeln, gebe es Zeiten, in „denen wir zu eigenen Maßnahmen gezwungen sind“.

Außenminister Rex Tillerson richtete erneut deutliche Worte an Moskau. Es sei an der Zeit, dass Russland sehr sorgfältig über die Unterstützung für Assad nachdenke, sagte er. Bei dem vermuteten Giftgasangriff in Chan Scheichun in der Provinz Idlib waren am Dienstag Aktivisten zufolge mindestens 86 Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Moskau traf der Angriff syrischer Kampfjets eine Werkstatt, in der die Opposition Giftgasmunition herstellt. Assad-Gegner nannten dies eine Lüge.

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