Terror: Briefbombe explodiert in römischem Büro

Terror: Briefbombe explodiert in römischem Büro

, aktualisiert 09. Dezember 2011, 16:05 Uhr
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Unklar ist bisher, ob zwischen dem Anschlag in Rom und der Briefbombe an Ackermann ein Zusammenhang besteht.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem vereitelten Briefbombenanschlag auf Josef Ackermann ist am Freitag in Rom ein Päckchen explodiert. Der Direktor einer staatlichen Krediteintreibungsfiliale wurde verletzt.

RomWieder Briefbombenterror in der italienischen Hauptstadt: Bei der Explosion eines Päckchens in der Filiale einer staatlichen Schuldeneintreibungsgesellschaft in Rom ist ein Mensch schwer an der Hand verletzt worden. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, explodierte am Freitag ein Päckchen in einer Filiale von Equitalia, der Direktor des Unternehmens habe dabei einen Finger verloren. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Am Mittwoch war Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in Frankfurt einem ähnlichen Anschlag entgangen. Ein an ihn adressierter Umschlag war in der Poststelle der Deutschen Bank aufgefallen und geröntgt worden. Dabei wurde die Zündvorrichtung einer Bombe entdeckt. Die Experten des LKA konnten die Bombe entschärfen. Niemand wurde verletzt. Bei dem Anschlag in Rom gehe der zuständige Staatsanwalt Pietro Saviotti von einem terroristischen Hintergrund aus, berichteten italienische Medien. Man befürchte einen Zusammenhang mit dem Anschlag in Deutschland.

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Zu dem Attentat auf Ackermann hatte sich die italienische Anarchistengruppe „Federazione Anarchica Informale/FAI“ bekannt. Dieselbe Gruppe hatte vor einem Jahr mit Briefbomben an die Botschaften der Schweiz und Chiles in Rom zwei Menschen verletzt. In dem Bekennerschreiben am Mittwoch wurde jedoch vor „drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger“ und auch gegen Politiker gewarnt. Ob der Anschlag am Freitag in Rom auch auf das Konto der Gruppe geht, war zunächst noch unklar.

Der italienische Regierungschef Mario Monti bedauerte den Vorfall und versicherte dem Verletzten seine Solidarität. Die Schuldeneintreibungsgesellschaft Equitalia habe „stets nur ihre essenzielle Aufgabe im Rahmen von Recht und Gesetz erfüllt“, erklärte Monti.

Equitalia ist eine Gesellschaft, die sich mehrheitlich im Besitz des italienischen Staates befindet. Sie ist für Steuer- und Gebühreneintreibung zuständig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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