Terrorwarnung: USA ziehen fast alle Mitarbeiter aus Botschaft im Jemen ab

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Terrorwarnung: USA ziehen fast alle Mitarbeiter aus Botschaft im Jemen ab

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Die Botschaft der USA im Jemen wird derzeit geräumt.

Wegen Terrorgefahr ziehen die USA alle Mitarbeiter bis auf eine Notbesetzung aus ihrer Botschaft im Jemen ab. Die Ursache für den Terroralarm war ein abgehörtes Telefonat des Al-Kaida-Chef Ajman al Sawahri.

Die USA gehen davon aus, dass das Risiko möglicher Terrorangriffe weiter besteht. Deshalb sind fast alle Mitarbeiter der Botschaft im Jemen abgezogen worden. Zudem forderte das Ministerium alle US-Bürger im Jemen auf, das Land zu verlassen. Die Gefahrenlage im Land sei „extrem hoch“. Die Schließung der Botschaften und Konsulate in der islamischen Welt und Afrika soll mindestens bis Samstag andauern.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP erfahren, dass hinter der Terrorwarnung der USA und der Schließung von 19 diplomatischen Vertretungen abgefangene Informationen aus einem Telefonat zwischen Al-Kaida-Chef Ajman al Sawahri und dem Leiter seiner Organisation im Jemen stehen.

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Die Amerikaner schließen für eine Woche viele ihrer Botschaften in islamischen Ländern. So genau weiß kein Außenstehender, warum. Trotzdem sollte man die Warnungen aus Washington ernst nehmen.

Die USA fürchten Terrorangriffe im Ausmaß des 11. September 2001. US-Botschaften in islamischen Ländern sind für eine Woche geschlossen und werden verstärkt bewacht Quelle: AP

Die vor einigen Wochen abgefangene Botschaft an den Chef der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel, Nassir al Wahischi, gerichtet und schien sich zunächst lediglich mit speziellen jemenitischen Themen zu befassen. Die Bedrohungslage wurde im Zuge der Ermittlungen auf amerikanische und andere westliche Einrichtungen ausgeweitet: Ziel eines Anschlags könnte eine einzelne Botschaft oder mehrere Vertretungen oder auch eine andere Einrichtung sein, sagten die Gewährsleute. US-Kongressabgeordnete haben gesagt, die Anschlagsplanung sei in der Endphase gewesen, haben aber keine Details genannt.

Al-Sawahris Telefonat mit Wahischi veranlasste die USA am Sonntag zur Schließung von fast zwei Dutzend diplomatischen Vertretungen von Mauretanien in Westafrika bis über den Nahen und Mittleren Osten nach Bangladesch und Richtung Süden bis Madagaskar. 19 Vertretungen bleiben bis kommenden Samstag geschlossen, stark befestigte Botschaften wie in Kabul und Bagdad wurden wieder geöffnet.

Jemenitische Behörden veröffentlichten unterdessen die Namen von 25 gesuchten mutmaßlichen Al-Kaida-Mitgliedern. Diese Verdächtigen planten in Sanaa und anderswo im Land Terrorangriffe auf „ausländische Büros und Organisationen und jemenitische Einrichtungen“. Die jemenitische Regierung erhöhte am Montag die Sicherheitsmaßnahmen für Regierungseinrichtungen und an Kontrollpunkten.

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US-Regierungsvertreter wollen nicht sagten, welcher Geheimdienst - CIA, NSA, DIA oder ein anderer - den Telefonanruf Al-Sawahris entdeckt habe. Aus US-Geheimdienstkreisen verlautete aber, dass die von Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden öffentlich gemachten Spähprogramme keine Rolle bei dem ersten Hinweis spielten. Erst als die Verschwörung aufgedeckt worden sei, konnten mit der Telefon- und Internetdatenerfassung der NSA weitere Einzelheiten ermittelt werden, hieß es weiter.

Die Schließung der US-Vertretungen bis Samstag fällt in die Zeit des 15. Jahrestags der Anschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania am 7. August 1998. Im Jemen wurden auch die deutschen und britischen Botschaften geschlossen. Norwegen schränkte den Zugang zu 15 Botschaften im Nahen Osten und Afrika ein.

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