Tibet-Konflikt: Fiasko um olympischen Fackellauf zieht weitere Kreise

Tibet-Konflikt: Fiasko um olympischen Fackellauf zieht weitere Kreise

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Proteste gegen Chinas Menschenrechtspolitik erzwangen den Abbruch des olympischen Fackellaufs in Paris.

Fiasko für den Olympischen Fackellauf: Nach den gestrigen Protesten in London und Paris hat ein hochrangiger IOC-Vertreter die Tradition des internationalen olympischen Fackellaufs infrage gestellt. Zudem hat Hillary Clinton US-Präsident George W. Bush aufgefordert, die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking zu boykottieren.

Zwar sollte die 137.000-Kilometer lange Reise nach Peking wie geplant fortgesetzt werden, sagte IOC-Pressechef Kevan Gosper am Dienstag. Das IOC solle jedoch erwägen, die Flamme künftig aus dem griechischen Olympia direkt in das jeweilige Gastgeberland zu schicken.

Gleichzeitig verurteilte Gosper die jüngsten Proteste in London und Paris. Die Demonstranten seien professionelle Störer, die „voller Verbitterung und Hass“ seien, erklärte er. Mit ihren Protesten gegen das chinesische Vorgehen in Tibet hatten die Demonstranten gestern in Parisden Abbruch des olympischen Fackellaufs erzwungen. Auch in London hatte sich die Zeremonie am Sonntag zu einem Spießrutenlauf entwickelt.

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Die Vorgänge rund um den Facklllauf erreichen mittlerweile auch den US-Wahlkampf: Hillary Clinton hat US-Präsident George W. Bush aufgefordert, die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking zu boykottieren.Ein Fernbleiben Bushs werde die Bedenken Washingtons wegen des Tibet-Konflikts und der chinesischen Sudan-Politik bekräftigen, erklärte die demokratische Präsidentschaftsbewerberin gestern.

Bush hat angekündigt, an der Eröffnungsfeier teilnehmen zu wollen, weil es sich um ein Sport- und nicht um ein politisches Ereignis handele. An dieser Einstellung habe sich nichts geändert, betonte ein Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, gestern. In San Francisco wird am (morgigen) Mittwoch das Olympische Feuer eintreffen.

Französische Presse sieht Fackellauf als Fiasko

In Frankreich hatten gestern Tibet-Aktivisten mit massiven Protesten den Abbruch des olympischen Fackellaufs in Paris erzwungen und die symbolträchtige Veranstaltung in eine spektakuläre Demonstration gegen die chinesische Menschenrechtspolitik verwandelt. Die französischen Presse wertete den mißlungenen Fackellauf als Fiasko. Viele Kommentatoren würdigten zwar das Ansinnen der Demonstranten, äußerten aber harte Kritik und Sorge um den Ruf des Sports und den Sportsgeist.

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