Tödliche Messerangriffe in Oregon: Trump verurteilt Attacken auf zwei Helfer

Tödliche Messerangriffe in Oregon: Trump verurteilt Attacken auf zwei Helfer

, aktualisiert 29. Mai 2017, 20:19 Uhr
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Der US-Präsident sagte: „Die Opfer sind gegen Hass und Intoleranz aufgestanden. Unsere Gebete sind mit ihnen.“

Quelle:Handelsblatt Online

Der US-Präsident hat die Taten eines Mannes verurteilt, der in einem Zug in Portland zwei Männer erstochen hatte. Sie waren zwei muslimischen Frauen zu Hilfe gekommen, die der 35-jährige Amerikaner zuvor beschimpft hatte.

Washington/PortlandUS-Präsident Donald Trump hat die tödliche Messerattacke auf zwei Männer verurteilt, die im US-Staat Oregon Musliminnen helfen wollten. Die Taten seien inakzeptabel, schrieb Trump am Montag auf Twitter. „Die Opfer sind gegen Hass und Intoleranz aufgestanden. Unsere Gebete sind mit ihnen.“ Ein 35-jähriger Amerikaner hatte in einem Zug in Portland zwei Musliminnen beschimpft und dann zwei Männer erstochen, die ihn beruhigen wollten.

Der Mann, der nach Medienberichten bereits in der Vergangenheit durch rassistische und extremistische Äußerungen aufgefallen war, wurde unter anderem wegen zweifachen Mordes unter besonders schwerwiegenden Umständen und wegen versuchten Mordes angeklagt.

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Eine der attackierten Musliminnen äußerte sich in Medien zu der Attacke. Die Farbige Destinee Mangum (16) dankte ihren Helfern unter Tränen: „Diese Männer sind wegen mir und meiner Freundin gestorben - wegen unseres Aussehens.“ Eine der jungen Frauen trug laut Polizei einen Hidschab, einen Schleier.

Über die Stadt Portland hinaus reagierten Menschen schockiert und traurig auf die Tat. Die beiden Erstochenen sind ein 53 Jahre alter Vater von vier Kindern und ein 23-Jähriger, der im vergangenen Jahr ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen hatte. Das dritte verletzte Opfer, ein 21-Jähriger, war nach Angaben der Zeitung „The Oregonian“ auf dem Weg der Besserung.

Der mutmaßliche Täter ist wegen Raubes und Kidnapping vorbestraft. Er bekundete in der Vergangenheit auf Facebook Nazi-Sympathien, lobte Adolf Hitler und war durch Rufe wie „Sterbt, Muslime!“ aufgefallen.

Seitdem Trump Präsident geworden ist, hat es nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center eine Zunahme sogenannter Hassverbrechen in den USA gegeben. Das Wahljahr 2016 und ein besonders aufgeheizter Wahlkampf haben nach Angaben von Forschern dazu geführt, dass in manchen Regionen 20 Prozent mehr solcher Verbrechen begangen werden. Sie richten sich vor allem gegen Muslime und gegen Juden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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