Trump wettert gegen Medien: „Ich bin Präsident und nicht sie“

Trump wettert gegen Medien: „Ich bin Präsident und nicht sie“

, aktualisiert 02. Juli 2017, 17:19 Uhr
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„Die Fake-Medien versuchen uns zum Schweigen zu bringen, aber das werden wir ihnen nicht erlauben“

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump greift die US- Medien erneut scharf an. Der Präsident wirft ihnen „falsche und arglistige“ Berichterstattung vor. Doch für seine Attacken erntet er auch Kritik aus den eigenen Reihen.

Washington, BerlinUS-Präsident Donald Trump hat erneut mehrere Breitseiten gegen die Medien abgefeuert. „Die Fake-Medien versuchen uns zum Schweigen zu bringen, aber das werden wir ihnen nicht erlauben“, sagte er am Samstag auf einer Veranstaltung zu Ehren von Kriegsveteranen in Washington. Sie hätten versucht, ihn daran zu hindern, ins Weiße Haus einzuziehen. „Aber ich bin Präsident - und sie nicht.“

Auf Twitter warf er den Medien in mehreren Beiträgen am Wochenende ebenfalls eine „falsche und arglistige“ Berichterstattung vor. Sie arbeiteten „hart daran, Republikaner und andere zu überzeugen, dass ich die sozialen Medien nicht nutzen sollte“. Doch er habe bereits die Präsidentenwahl 2016 dank seiner Reden, Interviews und sozialer Medien gewonnen. „Ich musste die #FakeNews schlagen, und das habe ich getan. Wir werden weiter GEWINNEN!“

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Am Sonntag twitterte er ein Video, das ihn sozusagen im Faustkampf gegen CNN zeigt. Das Logo des Senders scheint in dem Streifen auf den Kopf von Vince McMahon eingeblendet worden zu sein, dem Präsidenten des Unternehmens World Wrestling Entertainment (WWE) – der in dem Video von Trump malträtiert wird.

Nach Angaben des „Washington Examiner“ stammt das Video aus dem Jahr 2007, als sich Trump bei der Veranstaltung Wrestlemania 23 einem Match unter dem Motto „Battle of the Billionaires“ (Schlacht der Milliardäre) stellte. Dabei sei es am Rande des Ringes zu der – scherzhaften – Faustattacke auf McMahon gekommen. Es sei unklar, ob jemand im Weißen Haus das Video produziert habe oder ob es ein Trump-Fan gewesen sei.

Zuvor hatte Trump erneut die von ihm bereits zuvor gescholtenen TV-Moderatoren Mika Brzezinski und Joe Scarborough ins Visier genommen. Den früheren republikanischen Kongressabgeordneten Scarborough bezeichnete er auf Twitter als verrückt. Die Tochter des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezinski sei „dumm wie ein Stein“. Beide seien „keine schlechten Menschen“, doch ihre Sendung „Morning Joe“ auf MSNBC werde von ihren „NBC-Bossen“ dominiert.

Am Donnerstag hatte Trump auf Twitter geschrieben, Brzezinski habe einen niedrigen Intelligenzquotienten und nach einem Lifting „schlimm geblutet“, als sie sein Anwesen Mar-A-Lago in Florida besucht habe. Scarborough bezeichnete er als „Psycho Joe“. Für die Äußerungen erntete er auch von Vertretern seiner eigenen Partei, den Republikanern, Kritik.

Die beiden Moderatoren hatten einst ein freundschaftliches Verhältnis zu Trump. Seit seinem Amtsantritt im Januar berichteten sie jedoch auch kritisch über ihn. Die Angriffe vom Donnerstag konterten sie mit einem Beitrag für die „Washington Post“, in dem sie schrieben, Trump sei geistig instabil. Der Präsident sei von ihrer Sendung auf ungesunde Weise besessen.

Trump habe in seinen Tweets gelogen, etwa als er behauptet habe, Brzezinski habe sich einem Gesichtslifting unterzogen. Führende Amerikaner und Verbündete der USA „fragen sich einmal mehr, ob dieser Mann zum Präsidenten taugt“. In ihrer Fernsehsendung sagte Brzezinski zudem, Trump scheine ein „fragiles, ungestümes, kindliches Ego“ zu haben, was sich besonders im Umgang mit Frauen zeige. „Er greift Frauen an, weil er vor Frauen Angst hat“, sagte Scarborough.

Trumps Beraterin Kellyanne Conway sagte im Sender ABC, Trump habe die Fähigkeit zurückzuschlagen, wenn er angegriffen werde. Es sei unglaublich zu sehen, wie Leute die mentale Verfassung des Präsidenten ins Lächerliche zögen, sagte sie dem Sender Fox News.

Quelle:  Handelsblatt Online
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