Trump will Steuerpläne präsentieren: Von 35 auf 15 Prozent

Trump will Steuerpläne präsentieren: Von 35 auf 15 Prozent

, aktualisiert 26. April 2017, 15:23 Uhr
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US-Präsident Trump hat Steuererleichterungen versprochen.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Abend will Donald Trump seine Steuerpläne vorstellen. Offenbar plant der US-Präsident eine massive Steuersenkung für US-Unternehmen. Die wiederum könnte die deutsche Wirtschaft hart treffen.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump will im Zuge seiner geplanten Steuerreform laut Medienberichten die Unternehmenssteuern massiv senken. Wie US-Medien übereinstimmend meldeten, sollen diese von 35 auf 15 Prozent heruntergefahren werden. Eine umstrittene Grenzausgleichssteuer zur Gegenfinanzierung der Steuerentlastungen soll laut Medien in den Vorschlägen aber zunächst nicht enthalten sein.

Mit einer solchen Steuer würden US-Exporteure entlastet und Importe belastet. Diese könnte insbesondere Deutschland hart treffen.

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Die Bundesregierung rechnet hingegen nicht mit der Einführung einer von der deutschen Wirtschaft gefürchteten US-Importsteuer. Es gebe „Signale aus den Vereinigten Staaten, dass die Border Adjustment Tax wohl nicht kommen wird“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries am Mittwoch in Berlin. „Ich hoffe, dass sich das so realisieren wird.“ Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Mittag, dass es Insidern zufolge keine Steuer auf Einfuhren – etwa von deutschen Autos – geben solle. Stattdessen solle die Körperschaftssteuer auf 15 von derzeit 35 Prozent gesenkt werden.

Trump hatte in der vergangenen Woche gesagt, es werde am Mittwoch eine „große Ankündigung“ zur Steuerreform geben. Unklar blieb aber zunächst, wie konkret genau Eckpunkte der Reform sind, die vorgestellt werden sollen. Am Mittwochabend ist um 19.30 Uhr (MESZ) in Washington eine Unterrichtung der Medien durch Finanzminister Steven Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn geplant.

Die „Washington Post“ schrieb unter Berufung auf Insider im Weißen Haus, die Steuerreform solle dazu führen, dass die Wirtschaft angekurbelt werde und mehr Jobs geschaffen werden. Auf der anderen Seite könnten die Ausgaben für die Reform aber das ohnehin schon hohe US-Defizit erhöhen.

Steuersenkungen für US-Bürger sowie Unternehmen waren eines von Trumps zentralen Wahlversprechen. Trump hatte eine „historische Steuerreform“ versprochen. Die Umsetzung aber dürfte Monate in Anspruch nehmen

Quelle:  Handelsblatt Online
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