Trumps erste Auslandsreise: US-Präsident in Riad gelandet

Trumps erste Auslandsreise: US-Präsident in Riad gelandet

, aktualisiert 20. Mai 2017, 11:32 Uhr
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US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump verlassen am King Khalid International Airport in Riad die Air Force One.

Trump ist zu einem zweitägigen Aufenthalt in der saudi-arabischen Hauptstadt, wo er mit großem Aufwand begrüßt wurde. Unterdessen sind weitere Berichte im Zusammenhang mit der Untersuchung zu möglichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampf und Russland aufgetaucht.

Donald Trump ist bei seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident in Saudi-Arabien mit viel Pomp empfangen worden. König Salman begrüßte ihn am Samstag persönlich am Rollfeld, während Kampfjets rot-weiß-blaue Streifen - die Farben der US-Flagge - durch den Himmel zogen. Nach einem Staatsbankett am Abend will er am Sonntag eine mit Spannung erwartete Rede an die muslimische Welt halten. Überschattet wurde sein Besuch von neuen innenpolitischen Turbulenzen.

Trump ist der einzige Präsident in der Geschichte der USA, der Saudi-Arabien oder irgendein anderes mehrheitlich muslimisches Land zu seinem ersten Auslandsstopp im Amt gemacht hat. Nach monatelanger antimuslimischer Wahlkampfrhetorik soll das Trumps Respekt für die Region zeigen.

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Nach zwei Tagen in Riad wird der 70-jährige Trump nach Israel reisen, dann weiter zu einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan, zum Nato-Gipfel in Brüssel und schließlich zum G7-Treffen auf Sizilien.

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Für Trump wird es ungemütlicher: Das Justizministerium setzt einen Sonderermittler ein, um die Kontakte seines Wahlkampfteams nach Russland untersuchen zu lassen. Das Weiße Haus hatte sich genau dagegen lange gewehrt.

US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP

Als er nach einem Nachtflug aus Washington in Riad eintraf, winkte Trump vom Türrahmen der Air Force One aus und stieg dann die Treppe hinab. Er wurde begleitet von First Lady Melania Trump. Diese trug einen schwarzen Hosenanzug mit einem goldenen Gürtel und kein Kopftuch. Der 81-jährige saudische König Salman wurde in einem Golfwagen zu den Stufen des Flugzeugs gefahren. Trump sagte, es sei „eine große Ehre“, dort zu sein. Seinen Vorgänger Barack Obama hatte Salman vergangenes Jahr nicht persönlich am Flughafen empfangen. In Riad war vor allem Obamas Annäherungspolitik an den Erzfeind Iran auf Widerstand gestoßen.

Aber auch Obama war mit dem höchsten saudischen Orden für Zivilisten ausgezeichnet worden, den am Samstag auch Trump umgehängt bekam. Mit dem König unterhielt sich der US-Präsident unter anderem über Rohstoffe und Waffen sowie den Krieg in Syrien. Beide Seiten wollten anschließend ein Abkommen über Waffenverkäufe an Saudi-Arabien im Umfang von 100 Milliarden Dollar und weiteren 350 Milliarden über die kommenden zehn Jahre unterzeichnen. Am Abend war zu Trumps Ehren ein Staatsbankett im Murabba-Palast geplant.

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Donald Trump. Quelle: REUTERS

Das Weiße Haus hofft, dass der Besuch und die Bilder von solchen Staatsempfängen die Skandale zu Hause in den Hintergrund rücken. Am meisten belasten Trumps junge Präsidentschaft derzeit Fragen nach den Hintergründen der Entlassung von FBI-Direktor James Comey, dessen Behörde mögliche Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland untersuchte. Trump wurde vorgeworfen, damit die Ermittlungen auszubremsen, und neue Berichte nährten diese These.

Laut der „The New York Times“ nannte Trump Comey in einem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow „einen richtigen Spinner“ und sagte, auf ihm hätte wegen Russland viel Druck gelastet, der nach der Entlassung Comeys nun weg sei. Comey will seine eigene Darstellung der Unterhaltungen mit Trump vor dem Geheimdienstausschuss des Senat preisgeben.

Bei einer Rede an mehr als 50 arabische und muslimische Staats- und Regierungschefs will der US-Präsident am Sonntag zur Geschlossenheit im Kampf gegen den Extremismus aufrufen. Es sei ein Kampf Gut gegen Böse, die Arabische Welt müsse die Terroristen aus ihren Gotteshäusern vertreiben, heißt es in einem Entwurf der Rede, der der Nachrichtenagentur AP vorlag. Trumps anti-muslimische Rhetorik aus dem Wahlkampf findet sich in dem Text nicht wieder.

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