Trumps Schwiegersohn: „Ich hatte keine unangemessenen Kontakte“

Trumps Schwiegersohn: „Ich hatte keine unangemessenen Kontakte“

, aktualisiert 24. Juli 2017, 12:43 Uhr
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Der Schwiegersohn Donald Trumps ist einer der engsten Berater des US-Präsidenten.

Quelle:Handelsblatt Online

In einer schriftlichen Stellungnahme für einen Senatsausschuss weist Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, die Vorwürfe einer Verschwörung mit Russland zurück. Auch seine Finanzen seien in Ordnung.

WashingtonJared Kushner hat Kontakte mit vier russischen Staatsbürgern bestätigt. Diese Treffen hätten während des Wahlkampfs seines Schwiegervaters Donald Trump und nach seiner Wahl zum US-Präsidenten stattgefunden. Kushner beschreibt die Treffen allerdings als nicht bemerkenswert und weist die Vorwürfe der Konspiration mit der russischen Regierung zurück.

Das Treffen mit den meisten Auswirkungen habe es mit dem russischen Banker Sergey Gorkov am 13. Dezember 2016 gegeben. Der russische US-Botschafter Sergey Kislyak soll Kushner zufolge um das Treffen gebeten haben.

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„Ich habe mit niemandem konspiriert, und habe auch keine Kenntnis darüber, dass jemand anderes aus dem Wahlkampfteam mit einer ausländischer Regierung konspiriert hat“, schreibt Kushner in der vorbereiteten Erklärung für seine Aussage vor dem Geheimdienstausschuss im Senat am Montag. „Ich hatte keine unangemessenen Kontakte. Ich habe meine privaten Geschäften nicht mit russischen Geldern finanziert.“

Kushner gab die Informationen in einer elfseitigen Erklärung bekannt, die mehreren Medien vorliegt. Die Veröffentlichung kommt wenige Stunden vor einer angesetzten Befragung Kushners vor dem Geheimdienstausschuss, die hinter verschlossenen Türen stattfinden sollte.

Mehrere Ausschüsse untersuchen, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat, um sich Vorteile gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verschaffen. Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass die Regierung in Moskau sich zugunsten Trumps in den Wahlkampf eingemischt hat. Die bislang konkretesten Hinweise auf Verbindungen des Trump-Umfelds zu Russland lieferten kürzlich veröffentlichte E-Mails von Trumps Sohn Donald Trump Jr. Daraus geht hervor, dass er begeistert auf die Aussicht reagierte, von einer russischen Anwältin negative Informationen über Clinton zu erhalten

In seiner Erklärung behauptet Kushner, die E-Mails Trump Jr. vor dem Treffen mit der russischen Anwältin nicht gelesen zu haben. Nachdem er realisiert habe, dass es um Adoptionen von russischen Kinder gehen sollen, habe er versucht, den Raum zu verlassen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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