TTIP: Fairer Welthandel statt Isolationismus

GastbeitragTTIP: Fairer Welthandel statt Isolationismus

Bild vergrößern

Protest gegen TTIP.

Das Ziel von Freihandelsabkommen sollte Freihandel sein, nicht eine Kartellierung von Teilmärkten. Und dieses Ziel ist erreichbar.

Freihandel und offene Märkte sind für den Wohlstand entscheidend. Um die wohlstandsmehrenden Effekte wirklich realisieren zu können, sind aber gleiche Voraussetzungen für alle Marktteilnehmer erforderlich. In diesem Punkt muss man den neoklassischen Marktmodellen der Volkswirtschaftslehre Recht geben, egal wie man sonst zu ihnen steht. Oft werden diese Modelle ja dafür kritisiert, dass sie eine Idealwelt skizzieren.

In diesem Fall ist das tatsächlich so: Die Welt wäre ein Stückchen besser, wenn die Modellvoraussetzungen erfüllt wären.

Anzeige

Eine Kartellierung von Teilmärkten geht dagegen zu Lasten Dritter. Bei dem angestrebten TTIP-Handelsabkommen würden hiervon gerade Entwicklungsländer negativ betroffen werden.

Wilhelm Ungeheuer Quelle: PR

Wilhelm Ungeheuer ist Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik im Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb)

Bild: PR

Vielleicht war das der Grund, warum die Verhandlungen nicht in der Transparenz geführt wurden, wie es der Sache angemessen wäre. Jedenfalls spricht es Bände, dass selbst der Deutsche Bundestag erst nach langem Drängen Einsicht in Verhandlungsunterlagen erhalten hat. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Abbruch der Verhandlungen zunehmend auch von Ökonomen befürwortet wird.

Zielführend wäre es, sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für eine globale Öffnung von Märkten einzusetzen. Wenn für alle Länder die gleichen sozialen und ökologischen Bedingungen gelten, wird auch den Populisten, die für ihr jeweiliges Land nur Nachteile befürchten, der Nährboden entzogen. Wahlkampagnen unter einem Slogan wie „America first“ würden dann ins Leere laufen.

Bloß Ablenkung Warum TTIP jetzt kaputt gemacht wird

Die Debatte um das Freihandelsabkommen TTIP ist für die Wahlkämpfer in Berlin und Paris ein nützliches Scheingefecht. In Wahrheit geht es nur darum, die Öffentlichkeit von Ceta abzulenken.

Sei Monaten gehen TTIP-Gegner in ganz Europa auf die Straße. Quelle: dpa

Stellt sich die Frage: Ist die Idealvorstellung des fairen Welthandels nur ein hehres Ziel, in der Praxis unerreichbar? Dass internationale Abkommen erfolgreich abgeschlossen werden können, wurde durch die Vereinbarung zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Paris unter Beweis gestellt. In gleicher Weise sollten auch globale Abkommen für einen fairen Welthandel möglich sein.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%