Türkei: Erdogan bittet Bürgermeister, keine Erdogan-Statuen mehr aufzustellen

Türkei: Erdogan bittet Bürgermeister, keine Erdogan-Statuen mehr aufzustellen

, aktualisiert 13. September 2017, 19:41 Uhr
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Seit dem niedergeschlagenen Putsch vom Juli vergangenen Jahres sind in einigen Gemeinden Statuen von Erdogan errichtet worden.

Quelle:Handelsblatt Online

In einigen türkischen Städten sind zuletzt Statuen des Präsidenten Erdogan errichtet worden. Nun hat Erdogan die Bürgermeister seines Landes gebeten, damit aufzuhören. Er beruft sich dabei auf islamische Werte.

IstanbulDer türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (63) hat die Bürgermeister seines Landes darum gebeten, keine Statuen von ihm mehr errichten zu lassen. „Ich will weder, dass eine Statue von mir aufgestellt wird, noch dass Masken angefertigt oder sonstige Abbildungen dieser Art gemacht werden“, sagte er am Mittwoch vor Bürgermeistern in Ankara. „Unsere Gemeinden sollen solche Fehler von nun an bitte nicht mehr begehen.“ Er fügte hinzu: „Vor allem ist das gegen unsere Werte.“ Erdogan hatte seine AKP kürzlich zur Bescheidenheit aufgerufen. Nach konservativen Lesarten des Islam ist zudem die plastische Abbildung von Menschen nicht erlaubt.

Seit dem niedergeschlagenen Putsch vom Juli vergangenen Jahres sind in einigen Gemeinden Statuen von Erdogan errichtet worden. Die regierungsnahe Zeitung „Sabah“ kritisierte vor wenigen Tagen, keine davon habe dem Präsidenten ähnlich gesehen. Das Blatt führte das auf mangelnde Fähigkeiten der Bildhauer zurück und schrieb: „Was sind diese Statuen doch für ein Leid für Erdogan!“

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Während Statuen von Erdogan umstritten sind, gilt das nicht unbedingt für die Vergabe seines Namens: Den tragen bereits das Fußballstadion im Istanbuler Viertel Kasimpasa, aus dem Erdogan stammt, und eine Universität in der Schwarzmeerstadt Rize, aus der seine Familie kommt. In der Vergangenheit war auch darüber spekuliert worden, ob auch der dritte Istanbuler Flughafen, der noch im Bau ist und einer der größten der Welt werden soll, nach Erdogan benannt werden soll.

Quelle:  Handelsblatt Online
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