Türkei: Raketenangriff auf Flughafen Diyarbakir

Türkei: Raketenangriff auf Flughafen Diyarbakir

, aktualisiert 28. August 2016, 08:42 Uhr
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Die Türkei treibt die Offensive gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die Kurden in Nordsyrien voran.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Gewalt im Südosten der Türkei geht weiter. Am Samstag hatte die Armee ihre Offensive gegen IS und Kurden in Nordsyrien vorangetrieben. In der Nacht beschossen vermutlich militante Kurden den Flughafen von Diyarbakir.

IstanbulVermutlich militante Kurden haben Medienberichten zufolge den Flughafen in Diyarbakir im Südosten der Türkei mit Raketen angegriffen. Vier Geschosse seien am Samstag kurz vor Mitternacht auf einen Kontrollposten der Polizei abgefeuert worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan. Der Gouverneur von Diyarbakir, Hüseyin Aksoy, sagte dem Fernsehsender NTV, es gebe keine Opfer. Auch die Flüge von und nach Diyarbakir würden nicht beeinträchtigt. Passagiere und Beschäftigte hätten sich im Inneren des Flughafengebäudes in Sicherheit gebracht, berichtete NTV. Die Raketen seien auf Brachland eingeschlagen. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Die türkische Regierung hat wiederholt Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK für Anschläge im Land verantwortlich gemacht. Diyarbakir ist die größte Stadt im überwiegend von Kurden bewohnten Südosten des Landes.

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Die Türkei hat am Samstag ihre Offensive gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die Kurden in Nordsyrien vorangetrieben. Zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-16 haben nach Informationen aus türkischen Sicherheitskreisen Stellungen der syrischen Kurdenmiliz YPG angegriffen, die von den USA unterstützt wird. Außerdem seien sechs IS-Einrichtungen angegriffen worden. Die türkische Armee war in dieser Woche nach Nordsyrien vorgedrungen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte deutlich gemacht, der Einmarsch diene sowohl dem Ziel, den IS zu bekämpfen, als auch die syrischen Kurden zurückzudrängen. Damit soll ein zusammenhängendes kurdisches Gebiet in Nordsyrien verhindert werden. Die Regierung in Ankara fürchtet, dass ein Kurdenstaat entsteht und die verbotene PKK im eigenen Land Aufwind bekommt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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