Türkei: Türkei verbietet deutschem Staatssekretär Besuch auf der Militärbasis

Türkei: Türkei verbietet deutschem Staatssekretär Besuch auf der Militärbasis

, aktualisiert 22. Juni 2016, 16:29 Uhr
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Die Türkei verbietet Staatssekretär Ralf Brauksiepe (CDU) einen Besuch auf der Militärbasis Incirlik. Das berichten „Spiegel Online“ und „Bild“.

Quelle:Handelsblatt Online

Neuer Streit zwischen der Türkei und Deutschland: Nach der Armenienresolution soll Staatssekretär Brauksiepe die Militärbasis Incirlik nicht besuchen. Auch ein Fernsehsender kündigt die Zusammenarbeit.

Nach der Bundestagsentscheidung zum Massaker an Armeniern spitzt sich die Situation zwischen der Türke und Deutschland weiter zu: Die Türkei verbietet Staatssekretär Ralf Brauksiepe (CDU) einen Besuch auf der Militärbasis Incirlik. Das berichten „Spiegel Online“ und „Bild“. Ankara signalisierte, deutsche Politiker seien dort derzeit nicht erwünscht, schreibt „Spiegel Online“.

Kurz zuvor wurde bekannt, dass ein türkischer Fernsehsender die Zusammenarbeit mit dem ZDF beendet. Der Kanal D habe mitgeteilt, dass die Ausstrahlung der täglichen ZDF-Kindernachrichten „logo!“ eingestellt werden müsse, erklärte das ZDF am Mittwoch. Als Grund würden zahlreiche Beschwerden von Zuschauern wegen der Abstimmung des Bundestags angegeben. Das Parlament hatte die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte danach die elf türkischstämmigen Abgeordneten als verlängerten Arm der verbotenen PKK bezeichnet. Der Kanal D gehört zur Dogan Yayin Holding („Hürriyet“).

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„Wir bedauern die Entscheidung unserer türkischen Partner sehr, eine solche integrationsfördernde Ausstrahlung von „logo!“ zu beenden“, teilte Frank-Dieter Freiling, Leiter Internationale Angelegenheiten des ZDF, mit. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte nach eigenen Angaben fast zehn Jahre lang über den gesamteuropäischen Ableger von Kanal D versucht, mit der Ausstrahlung der Kindernachrichten in deutscher Sprache vor allem Kinder türkischstämmiger Familien in Deutschland zu erreichen. Gerade „logo“ war nach Ansicht der Mainzer geeignet, politische Entscheidungen und Nachrichten aus deutscher Sicht allgemeinverständlich an junge Zuschauer zu bringen.

Mit Material von dpa

Quelle:  Handelsblatt Online
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