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Tunesiens Finanzminister: „Wir vergessen unsere Freunde nicht"

von Christian Ramthun

Bei Geschäften mit der neuen libyschen Regierung müssen deutsche Unternehmen Firmen aus den Ländern der Kriegsallianz unterbieten, um den Zuschlag zu erhalten.

 "Wir vergessen unsere Freunde nicht, aber bei Verträgen entscheiden wir ausschließlich danach, was dem libyschen Volk nützt", sagte Finanz- und Ölminister Ali Al-Tarhuni der WirtschaftsWoche. "Wenn das deutsche Angebot in Qualität und Preis besser ist als das französische – wem werden wir wohl den Zuschlag geben?" Wenn beide Offerten gleich seien, "dann schließen wir den Vertrag mit Frankreich ab". Das sei "klug".

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Noch vor gut einem Monat hatte der Vorsitzende des libyschen Übergangsrates verkündet, Unternehmen der Alliierten, die Luftangriffe gegen die Gaddafi-Diktatur geflogen haben, würden bei der Auftragsvergabe generell bevorzugt. Mitte der Woche hatte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in Tripolis Gespräche mit Ministern des Übergangsrates geführt.

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