U-Boot-Affäre: Ex-Netanjahu-Vertrauter und Ex-Minister verhaftet

U-Boot-Affäre: Ex-Netanjahu-Vertrauter und Ex-Minister verhaftet

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In der U-Boot-Affäre ist es zu weiteren Festnahmen gekommen

In der Affäre um den Kauf deutscher U-Boote durch Israel sind ein Ex-Netanjahu-Vertrauter und Ex-Minister verhaftet worden. Zuvor waren schon Vertriebspartner des U-Boot-Bauers ThyssenKrupp in Haft genommen worden.

Im Zuge des Korruptionsskandals um den Kauf deutscher U-Boote durch Israel ist der ehemalige Büroleiter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu festgenommen worden. David Scharan sei einer der sechs am Sonntag festgenommenen Verdächtigen, ein weiterer sei ein ehemaliger Minister, teilte die Polizei am Montag mit. Den sechs Personen wird vorgeworfen, Wirtschaftsvergehen und ethische Verstöße begangen zu haben.

Bei dem angeblich 1,5 Milliarden Euro teuren Geschäft geht es um drei U-Boote von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel. Außerdem hat Israel 2015 einen Vertrag zum Kauf von vier Korvetten abgeschlossen.

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Hintergrund der neuen Festnahmewelle seien offenbar Erkenntnisse, die bei der Befragung des ehemaligen israelischen Vertriebspartners von ThyssenKrupp Marine Systems, Miki Ganor, gewonnen worden seien, berichtete das Fernsehen. Er ist in dem Fall zum Kronzeugen geworden. Unter den Festgenommenen war auch der frühere Oberkommandierende der Marine, Elieser Marom, wie das Fernsehen berichtete. Er wurde später wieder freigelassen.

Thyssenkrupp-Vertriebspartner Ganor wird Kronzeuge in U-Boot-Affäre

In der Affäre um den geplanten Kauf deutscher U-Boote wird der frühere israelische Vertriebspartner von Thyssenkrupp Marine Systems (TKNS) zum Kronzeugen.

Israel: Korruptionsverdacht beim Kauf deutscher U-Boote Quelle: dpa

Ganor wurde von David Schimron vertreten, der auch persönlicher Rechtsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist. Auch Schimron wurde in dem Fall bereits von der Polizei befragt. Netanjahu selbst gilt nicht als Verdächtiger in der Angelegenheit.

Schimron und Netanjahu haben die Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Netanjahu betonte, er habe sich beim Kauf der U-Boote nur von Sicherheitserwägungen leiten lassen.

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