Ukraine-Krise: Ukraine rechnet mit Einmarsch Russlands

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Wladimir Putin

von Florian Willershausen

Der ukrainische Wirtschaftsminister Pawlo Scheremeta rechnet fest mit einem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

In einem Interview mit der WirtschaftsWoche sagte der Minister: „Es gibt einen Aufmarsch russischer Truppen an unserer Ostgrenze. Sie verfügen über neueste Panzer und beste Waffen. Ich glaube kaum, dass die Russen dort nur Übungen machen oder Schmetterlinge fangen wollen.“ Scheremeta warnt den Westen, die Krise nicht ernst genug zu nehmen. „Russland muss ausgebremst werden mit einer Containment-Politik, die Sanktionen einschließt. Es geht nicht nur um die Zukunft der Ukraine, sondern auch um die Werte Europas und der westlichen Zivilisation.“

Gleichzeitig fordert Scheremeta, die Ukraine müsse „im Umgang mit Russland mehr Respekt und Vertrauen entwickeln“. Der Minister weiter: „Wir sollten die kulturellen Befindlichkeiten der Russen respektieren, sie ihre Sprache sprechen lassen. Allerdings erwarte ich auch, dass Moskau unsere Übergangsregierung anerkennt, die das Parlament noch vor der Flucht von Viktor Janukowitsch eingesetzt hat.“

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Gleichzeitig verwahrt sich der Politiker gegen die Einmischung Russlands in die ukrainische Politik. „Wir müssen die Erwartungen der Ukrainer erfüllen und nicht die der Russen.“ Deshalb weist er auch die Kritik des großen Nachbarn am Einfluss der rechtsgerichteten Partei Swoboda zurück. „Es ist eben so, dass die Partei Swoboda von Anfang an Teil der Maidan-Bewegung war und viel zu deren Sieg beigetragen hat. Es ist besser, diese Kräfte in der Regierung zu binden, als sie auszuschließen.“

Ukraine will mit Russland über offene Rechnungen sprechen

Verhandlungen über die Zahlungen offener Gasrechnungen an Russland hat der ukrainische Wirtschaftsminister Pawlo Scheremeta angeregt. Man müsse offene Positionen mit dem Wert der auf der Krim von Russland übernommenen Anlagen und Werte aufrechnen, sagte der Minister in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. „Nach unseren Berechnungen müssen wir Außenstände in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar für Lieferungen von Januar bis März begleichen“, so Scheremeta. „Bevor wir das tun, sollten wir aber über die Krim sprechen: Dort hat unser Staat in zwei Raffinerien je 800 Millionen Dollar investiert – und jetzt nennen die Russen dies ihr Eigentum. Solche Fakten müssen Teil von neuen Preisverhandlungen sein.“

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