Ukraine und Russland: Waffenruhe in der Ostukraine bleibt brüchig

Ukraine und Russland: Waffenruhe in der Ostukraine bleibt brüchig

, aktualisiert 18. September 2016, 14:45 Uhr
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Der ukrainische Präsident empfängt einen der Gefangenen, die im Rahmen eines Gefangenaustausch zwischen der Kiewer Regierung den Separatisten freigelassen wurden.

Quelle:Handelsblatt Online

In Osten der Ukraine fallen immer noch Schüsse. Es gibt Opfer. Die Separatisten und die ukrainische Führung sind nur zu einer kleinen humanitären Geste bereit. Erstmals seit Monaten gibt es einen Gefangenenaustausch.

KiewIn der brüchigen Waffenruhe in der Ostukraine haben die Kiewer Führung und prorussische Separatisten erstmals seit Monaten wieder Gefangene ausgetauscht. Die ukrainische Seite entließ am Samstag drei Männer und eine Frau in die Separatistengebiete. Die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk ließen zwei Ukrainer frei, wie die Agentur Interfax meldete. Der Austausch bei dem Ort Schtschastja an der Demarkationslinie wurde von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwacht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besprach mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko telefonisch nächste Schritte, um die Minsker Friedensvereinbarungen für die Ostukraine umzusetzen. Da sich die Sicherheitslage gebessert habe, könnten in den kommenden Wochen Fortschritt erzielt werden, sagte sie nach offiziellen Angaben in Berlin. Seit Donnerstag gilt im Konfliktgebiet eine Waffenruhe, die auf Drängen Deutschlands und Frankreichs zustande gekommen ist.

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Allerdings wurden bei Gefechten seit Freitag ein ukrainischer Soldat getötet und sechs verwundet, wie das Präsidialamt in Kiew mitteilte. Die Schusswechsel gingen auch am Samstag und Sonntag weiter. Nach Kiewer Angaben eröffneten die Separatisten mehrfach nahe der Städte Mariupol und Donezk das Feuer. Ruhiger war es in der Nähe von Luhansk. Seinerseits drohte der Donezker Republikschef Alexander Sachartschenko damit, die Waffenruhe ganz für beendet zu erklären, wenn die ukrainische Armee das Feuer nicht einstelle.

Quelle:  Handelsblatt Online
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