Umfrage: Die Griechen sind nicht mehr zu retten

Umfrage: Die Griechen sind nicht mehr zu retten

, aktualisiert 06. November 2011, 21:59 Uhr
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Untergangsstimmung in Griechenland: Die Mehrheit glaubt, dass es ihnen ohne den Euro schlechter gehen wird.

Quelle:Handelsblatt Online

Das entscheidende Gespräch zwischen dem Staatspräsidenten und dem Chef der größten Oppositionspartei ist beendet. Doch für die meisten Bundesbürger steht derweil schon fest: Griechenland ist nicht mehr zu retten.

Berlin / AthenNach Meinung der meisten Bundesbürger wird es Griechenland nicht schaffen, im Euro-Raum zu bleiben. Einer Emnid-Umfrage für das Magazin „Focus“ zufolge glauben 68 Prozent der Befragten nicht, dass das hochverschuldete Land noch eine Zukunft in der Eurozone hat. Auch eine Befragung der „Bild am Sonntag“ ergab ein ähnliches Meinungsbild. Demnach sagten 63 Prozent, dass Athen als Mitglied der Eurozone nicht mehr zu retten ist. Nur jeder Dritte („Focus“: 27 Prozent, „Bild am Sonntag“: 32 Prozent) hat noch Hoffnung für Athen.

Die Griechen selbst hoffen, dass sie den Euro behalten können: 67 Prozent gaben in einer repräsentativen Umfrage für die Athener Zeitung „Kathimerini“ an, dass das Leben schlechter sein werde, wenn das Land aus der Eurozone austritt. Nur 16 Prozent glauben, die Situation würde sich mit der Wiedereinführung der Drachme verbessern.

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Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich zuletzt ausdrücklich hinter den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou gestellt und dessen ursprüngliche Idee für ein Referendum über den Sparkurs verteidigt. Es sei „naiv“ von den Euro-Partnern gewesen, angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse in Athen nicht von einem solchen Schritt auszugehen, sagte der SPD-Politiker in einem am Samstag veröffentlichten Reuters-Interview.

Allerdings müsse das Land alle auf dem Euro-Gipfel eingegangenen Auflagen erfüllen, eine Nachverhandlung sei nicht möglich. Sonst drohe der „Tabubruch“ und eine Rückkehr zur Drachme. Schröder forderte als Ausweg aus den Problemen der Euro-Zone ein „föderales Europa“, für das sowohl der EU-Vertrag als auch das Grundgesetz geändert werden müssten. Dabei schließt der Ex-Kanzler auch ein Referendum in Deutschland nicht aus: Die Frage, wie Europa aussehen solle, sei eine wichtigere Frage als etwa die Abstimmung über einen Bahnhof, sagte er in Anspielung auf das baden-württembergische Referendum über den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs.

Quelle:  Handelsblatt Online
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