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UN-Klimagipfel: China will ein bisschen das Klima retten

von Tim Rahmann

China hat einen Kompromissvorschlag für ein neues Klima-Abkommen gemacht. Der Haken: Zunächst sollen die anderen Länder vorlegen. Obwohl das Land der größte CO2-Emittent ist, redet sich das Riesenreich klein.

China ist der weltweit größte CO2-Emitent. Das Land baute seinen Vorsprung im vergangenen Jahr weiter aus. Quelle: dpa
China ist der weltweit größte CO2-Emitent. Das Land baute seinen Vorsprung im vergangenen Jahr weiter aus. Quelle: dpa

Peking bringt Bewegung in die festgefahrenen Klima-Verhandlungen: Das Land erklärt sich auf dem UN-Gipfel in Durban grundsätzlich bereit, ein verbindliches Klima-Abkommen zur Reduktion der Treibhausgase zu unterzeichnen. Allerdings erst ab 2020. Bis dahin sollen die Industrieländer vorlegen und ihre Hausaufgaben erfüllen. Das betonte der chinesische Unterhändler Xie Zenhua auf der Konferenz in Südafrika.

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Bislang hatte China jede Verpflichtung zur CO2-Reduktion ausgeschlossen. Zu groß war die Angst, man könne das eigene Wirtschaftswachstum gefährden. An der Sichtweise, nicht man selbst, sondern die Europäer und Nordamerikaner seien Schuld am Klimawandel hat sich allerdings nichts geändert. Im Gegenteil: China fordert, dass die Industrieländer ihre bislang vereinbarten Klimaschutzziele erreichen. 2015 sollen diese überprüft werden.

Auf Platz zehn der Rangliste der größten Klimasünder steht der Iran mit einem Ausstoß von 558 Millionen Tonnen CO2. Im Vergleich zum Jahr 1990 hat das Land damit seine Emissionen um 180 Prozent gesteigert.

Quelle: IWR Research, BP Statistical Review, Bundesministerium für Wirtschaft

Quelle: REUTERS

Außerdem solle ein Klimafonds eingerichtet werden, der den Ländern der Dritten Welt finanziell hilft, auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Woher das Geld hauptsächlich kommen soll, steht für China außer Frage: von den Industrienationen. 

China selbst zählt sich trotz seiner beeindruckenden Wachstumsraten nicht zu diesen Industrienationen. Sein Land stecke noch mitten in der Urbanisierung und Industrialisierung, erklärte der chinesische Verhandlungsleiter Xie Zenhua unmittelbar vor dem Klimagipfel. Chinas Schlussfolgerung: Um den Anschluss an die westlichen Größen zu schaffen, müsse das Land weiter wachsen – und Treibhausgase in die Luft pumpen dürfen. Um in Durban nicht angreifbar zu werden, redet sich China klein.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 06.12.2011, 18:31 UhrAnonymer Benutzer: BerechtigerSkeptiker

    Hoffen wir, das China den Wahn stoppt.

    Es gibt definitiv berechtigte Zweifel an der Weltuntergangsprophetie unserer Klima-Lobbyisten. Die Bandbreite dieser Zweifel ist derart umfangreich, dass an dieser Stelle unmöglich alles aufgezählt werden kann. Übertreibungen, Verdrehungen, weggelassene Wahrheiten bis hin zur systematischen Existenzzerstörung unbequemer Stimmen.

    Vor allen Dingen der letzte Punkt ist stets ein unzweifelhaftes Indiz, dass etwas nicht stimmt. Könnte man Kritiker inhaltlich widerlegen, so wären solche Methoden gar nicht notwendig. Die bewiesenen Tatsachen würden den Gegner diskreditieren. Statt dessen werden bspw. wissenschaftliche Zeitschriften von den Klimaforschungsinstituten systematisch vom Informationsfluss abgeschnitten, wenn diese es wagen, Artikel von Klima-Kritikern zu veröffentlichen. Die betroffenen Zeitschriften dürfen sich fortan die Informationen aus den Konkurrenzpublikationen besorgen. Hintergrund für solches Mobbing: Wer nicht in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht hat, gilt in akademischen Kreisen als "nicht peer reviewed". Das bedeutet, er ist de facto ein Amateur, selbst wenn er jahrelang seriös geforscht hat. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man kann Kritiker diskreditieren und die gleichzeitig die Verbreitung unerwünschter Informationen verhindern.

    Wer Interesse hat, sich all die Unglaublichkeiten der Branche einmal in aller Ruhe zu Gemüte zu führen, der möge unbedingt bei Google "DIE WOLKENSCHIEBER" und "SPIEGEL" eingeben. Das alte Klimakampfblatt SPIEGEL hat hier in einem Anfall von investigativem Journalismus all die großen und kleinen Unfassbarkeiten wunderbar zusammengefasst.

    Ich garantiere spannende Lektüre, jenseits jeder Verschwörungstheorie...

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